Kategorie: Esperames Ecke

Mein Haus in der Secret Society hat sieben Zimmer und nen Pool.
Dass Sex eine der besten Sachen ist, die man mit seinem Körper (und seinem Geist) anstellen kann, brauche ich eigentlich niemandem zu erzählen. Von Beginn des ersten kleinen Erwachsenwerdens an circa bis wir in die Grube gehen dreht sich für die allermeisten von uns (die paar wenigen Asexuellen und katholische Ordensgemeinschaften nehme ich mal aus) das Leben um Sex: Wie wir ihn kriegen, wie oft wir ihn kriegen – und ganz allgemein: Wie er so ist.
Die letzten paarhundert Jahre war die gängige Ansicht, Männer hätten viel Sex zu wollen, Frauen hätten keinen Sex zu wollen, das sei der Lauf der Dinge, man trifft sich mehr (Männer) oder weniger (Frauen) freiwillig irgendwo in der Mitte, und ganz grundsätzlich vor allem der Fortpflanzung wegen.
Diese Ansicht ist wohl teils in dem Mysterium begründet, wie genau das mit dem Enstehen von Kindern zu tun hat, und wer bitteschön der wirkliche Vater der lieben Kleinen ist … alles höchst enigmatisch vor der Erfindung der Biologie, und zuletzt des Vaterschaftstests. Wir können uns vielleicht einigen, dass heute Gleichstand herrscht: Männer wissen, auf welche Art sie Vater werden, und wie sie nachprüfen können, ob sie auch wirklich an der Produktion beteiligt waren. Und Frauen dürfen ganz offiziell Lust auf Sex haben.
Oder sie sollen es sogar.
Anders lässt sich nicht erklären, dass ab und an ein Viagra für Frauen im Gespräch ist: Mangelnde Libido als pathologischer Zustand.
Die immer willige, immer geile, immer phantasievolle, immer bereite Frau als Idealtypus der Bettpartnerin. Nur, äh … bitte nicht zu viel davon. Und bitte nicht zu öffentlich: Denn die Kehrseite der Medaille heißt – Schlampe.
Gut, wir wissen alle, dass sie „a lady in the street and a bitch in the bed” sein soll. Der Knackpunkt ist: Gemeint ist nur sein Bett. Promiskuität ist nach wie vor eine Männerdomäne.
Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz (und das ist das einzige, was damit passiert, wenn sich in diesem Punkt nicht was verändert). Wie kann ich einerseits als Mann für mich in Anspruch nehmen, möglichst oft und möglichst viele Frauen beglücken zu wollen, und andererseits von den Frauen verlangen, dass sie zurückhaltend sind bei der Wahl ihrer Bettpartner?
Als Frau habe ich drei Möglichkeiten.
Ich halte mich an diese Doktrin und habe Sex nur in Beziehungen.
Ich habe so viel Sex, wie es mir Spaß macht, und lüge aber über die wahren Ausmaße der Angelegenheit.
Ich habe so viel Sex, wie es mir Spaß macht. Und ich stehe dazu.
Esperame
















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8. August 2008 um 20:16
Bei mir fallen Möglichkeit 1 und 3 zusammen ^^
21. Dezember 2008 um 14:33
Vielleicht solltet ihr eure Texte an die Bildzeitung schicken, hier fuehlt sich doch keiner angesprochen…