Kategorie: Brides Beach

Wege der Zuneigung auf dem Stadtplan der Secret Society.

Ich mag dich sehr. Du magst mich. Zwei Wege, die in ihrer Intensität unterschiedlich sind. Dein sehr fehlt. Mein sehr steht mit Kreide auf meinen Weg geschrieben. Du hast kein sehr. Wirst es nie haben. Es gehört dazu. Du gehörst dazu. Zum jetzigen Zeitpunkt muss dieser deiner Gedanke das richtige sein. Mein richtiges sein. Ich glaube daran.

Die Welt verfluchen und ins Schneckenhaus zurückziehen? Jammern, warum Herzen so gerne mit blauen Flecken von ihren Ausflügen in die Außenwelt zurückkommen?  Nein. Blau. Meer. Bald. Morgen Abend. Ich am Meer. Und ihre Gedanken. Ein ganz neues Meer wird das. Weil es eine ganz neues Ich ist. Es annemehm. Es ist mein Herz, das da raus will und die blauen Flecken braucht. Die gehören zu mir. Rot finde ich zwar schöner, aber die blauen Flecken bin ich.
Es ist genau das, was ich hören möchte, was ich brauche. Alles andere wäre eine Lüge für meine Realität. Ich brauche diese Gefühle jetzt. Verletzt sein. Dieses komische Gefühl in mir drin, das sich in der Magengrube breitmacht und in die Kehle steigt, wenn man es nicht wieder runterschiebt. Gerade ist es im Mund und will raus. Ausgespuckt werden und raus. Ich schluck es runter.

Du hättest es nicht anders ausdrücken können, weil du du bist. Das ist ok. Green sagte “Du bist eine Frau, bei der ich es absolut verstehen kann, dass man sich in sie verliebt. Mittlerweile interessieren mich so wenig Menschen in meinem Leben, dich will ich kennenlernen, du interessierst mich”, Black sagt “Du hast mein Leben bereichert, du bist ein besonderer Mensch, ich bin froh, dich kennengelernt zu haben”, Orange sagt “Wir sind uns ähnlicher als du denkst, das wirst du schon merken”, Blue sagt “Ich wüsste spontan nicht was an ihr anders ist als an anderen Frauen.” (Hey, warum kann ich hier nicht einfach die Karten mischen und mir aussuchen, wer was sagt? Quasi Pokern für Fortgeschrittene, Wunsch-Pokern. Fänd ich grad geil. Aber auf die Dauer wird es wohl langweilig…) Und das ist OK! Verdammt noch mal, es ist ok. Es tut weh und auch wieder nicht. Weils OK ist.

Ich zeige trotzdem meine Karten. Alle. Auch Pik As. Die nur dir, jetzt. Im Moment. Irgendwann sammel ich sie wieder ein und gebe die Karten neu aus. Ich freue mich darauf, herauszufinden, wer Pik As bekommt. Den Jackpot. Die große Straße. Straße. Die lange, gerade Straße hat eben einen Knick gemacht, der ein Dead End Zeichen in der Biegung stehen hat. Normalerweise fahre ich auf solchen Straßen nicht weiter und biege ab. Weiter bei einem Schild, wo ich noch nicht genau erkennen kann, was drauf steht. Aber es hat keinen großen weißen Querbalken, sondern es steht ein Ort drauf. Welcher weiß ich nicht. Es ist nicht wichtig…Es hat kein Dead End. Biege ich ab und überlasse die Kurve ihrem Schicksal? Es steht doch sowieso Dead End auf dem Schild. Warum sollte es mich interessieren, was auf dem Weg dorthin am Straßenrand steht? Diesmal ist es mir egal. Ich genieße die Fahrt. Auch in der Kurve. Bis zum Dead End. Und da gibt es noch mal den Aufprall. Auf das Dead End Schild.

Ich treffe die Entscheidung, dass es ok ist.

In mir schreit der kleine Teufel das böse Wort mit U n g e r e c h und t. Ich will Blue nehmen, schütteln und schreien: Siehst du, du bist nicht besser oder schlechter als die, über die wir lästern. Habe ich über Exklusivität nachgedacht? Sicher habe ich das. Ist sie in mir vorhanden? Ja. Will ich das Blue sagen? Nein, wieso? Es ist nicht relevant in seiner Realität. Es ist seine Landkarte, nicht meine. Es ist meine Exklusivität, die ich für ihn eingerichtet habe und an die keiner rankommt. Niemand. Irgendwann sicherlich mal. Aber zur Zeit nicht. So eine Art Seelen-Exklusivität, die er nicht sieht. Aber das ist ok. Dann ist er nicht bereit, sie zu sehen.

Habe ich das Telefon, als Blue anruft, aus meinem Halbschlaf heraus gehört? Ja. Meine innere Stimme, die in letzter Zeit so sehr mein Freund geworden ist wie kein anderer, hat mir gesagt, geh nicht ran. Es ist ok. Schlaf weiter. Bleib in dir. Geh nicht raus. Mal weiter auf deiner Landkarte. Es ist dein Telefon.
Und es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Meine innere Stimme wußte das. Ich jetzt auch.

Wege der Zuneinung. Durch dich habe ich einen Weg kennengelernt, den ich alleine gehen kann. Ohne dich. Ohne deine Zuneigung. Vielleicht mit einem Platz in deinem Herzen. Oder nicht. Das ist ok. Wir sind ok. Unsere Wege sind ok.

The Bride

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5 Kommentare to “Secret Society – oder: The Dark Side of Being”

  1. cidrus hat kommentiert:

    Schöner Text, leider sehr wirr, für mich ist es schwierig nachzuvollziehen, worauf DU hinaus willst.

  2. Afrodisiac hat kommentiert:

    wunderschöner text..ich lese ihn jetzt schon zum zehnten mal..weiter so:)

  3. lexy hat kommentiert:

    Wow!

    schön, traurig, schmerzhaft, frei

    DANKE das du diese gedanken hier mit uns teilst…

  4. troymakaay hat kommentiert:

    Welche Drogen nimmst Du?
    Die muss ich auch haben!!

  5. Stillreading hat kommentiert:

    Netter Text, nur etwas wirr. Erinnert mich an einige meiner Texte die von außen auf den ersten Blick und ohne Erklärung sicher auch nicht sofort zu erschließen sind.
    Sonst wirklich schön, wie fast alles auf eurem Blog

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