Kategorie: Catcity, Inner Game - Catcity

Der, die, das! Wer, wie, was?
Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt bleibt dumm!

Oder zufriedener.
Gerade wir Frauen wollen immer alles wissen. Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Und warum überhaupt? Wenn es um das andere Geschlecht geht, diskutieren wir gerne bis in den kommunikativen Exitus und wollen Gründe für Verhaltensweisen, Entscheidungen und vor allem Schritte, die uns – Frauen – betreffen, bis ins haarkleinste Detail der verschiedensten Argumente erklärt haben – um dann zu analysieren. Und zu interpretieren. Und um dann festzustellen, wie wir uns nun zu verhalten haben.

Er ist heute mit deiner Buslinie gefahren?“ Das muss doch heißen…
Er hat dich erst nach 3 Tagen angerufen?“ Das hat auf jeden Fall zu bedeuten…
„Er hat seine Tasche bei dir vergessen?“ Das war nur, weil…
„Er hat süß gesagt statt cool?“ Hah! Jetzt haben wir ihn…

Wir Frauen reden gerne. Und besonders über Männer. Und besonders über männliche Verhaltensweisen. Und dann ergründen wir in den tiefen unserer – weiblichen – Psyche die Möglichkeiten, die ihn dazu gebracht haben, dies und das so und so zu tun.
Ein sehr beliebter Satz „Warum hat er bloß…?“

Dass die Beantwortung dieser Frage allerdings nicht in unserem Universum zu finden ist, daran denken wir erst nach stundenlangen Diskussionen und Telefonkonferenzen mit Freundinnen.
„Ach, wir werden diese Männer nie verstehen! Die sind eben komisch!!“ schließen wir die Analyse. Irgendwie frustriert. Und irgendwie auch unbefriedigt. Denn so richtig wissen wir nicht, wie wir uns nun weiter zu verhalten haben.
Denn wir wollen einen Grund! Wir wollen eine Erklärung! Und das um jeden Preis!

Genau wie den Jungs immer geraten wird, nicht in den „Pussy Diagnose Modus“ zu fallen und sich gar nicht erst mit Gründen für das Verhalten von Frauen zu beschäftigen – aus gegebenem nicht analysierbarem Grund (denn oft ergründen wir Frauen unser Verhalten selbst nicht…), sollten wir Frauen das Verhalten der Jungs einfach hinnehmen. Und nicht ergründen wollen. Wir lieben sie, unsere Jungs. Aber müssen wir sie verstehen? Nein.

Denn wir vergeuden kostbare Energie in das Analysieren des Nichtanalysierbaren. Sicher, der Austausch mit unseren Freundinnen macht uns Spaß. Aber Vermutungen, Überlegungen und Erwartungen bringen uns im Prinzip nicht weiter. Sie strengen nur an und nehmen uns die Energie, im Flow zu bleiben und den Moment zu genießen.
Nach erfolglosem Interpretieren sind wir verdrießt und beschäftigen uns mehr mit dem, was sein könnte, als mit dem, was ist.

Wir lernen mit unseren Erfahrungen. Erlebnisse aus der Vergangenheit, nach denen wir nachgefragt und gemutmaßt haben, können wir nach einer Weile einfach akzeptieren. Als Ist. Die Zeit lehrt uns nämlich, dass wir meist durch die Neugier, die uns zum Analysieren des männlichen Verhaltens bringt, keinen Schritt weiter kommen. Wir gehen vielmehr einen Schritt rückwärts – in die Vergangenheit, um uns an die nichtigen Kleinigkeiten zu erinnern, die für uns die Welt bedeuten könnten.

Für einige ein notwendiges Übel im Dating-Leben: Männer so nehmen, wie sie sind.
Für mich: eine Herausforderung, der ich mit einem Lächeln begegne.

„Je unschuldiger ein Mädchen ist, desto weniger weiß sie von den Methoden der Verführung. Bevor sie Zeit hat nachzudenken, zieht Begehren sie an, Neugier noch mehr und Gelegenheit macht den Rest.“ (Giacomo Casanova)

The Bride

Share and Enjoy: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Twitter
  • Google Bookmarks
  • MySpace
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • MisterWong
  • Digg
  • Technorati
  • XING
  • LinkedIn
  • email
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (4 votes, average: 4,50 out of 5)
Loading...Loading...

3 Kommentare to “♀ | Wer, wie, was? Oder: Curiosity killed the Cat.”

  1. aaaa hat kommentiert:

    Wie wollt ihr uns nur verstehen, wenn wir uns selbst nicht verstehen?

    btw: schöner Blog, den Feed habe ich gleich mal abboniert…

  2. Spades hat kommentiert:

    Man brauch zuletzt ein gewisses Gefühl für die „psychische Logik“.

    Eine Freundin fragte mich schon wie mein engerer Freund (PUA bis PUM) sie ständig richtig erörtern konnte. „So quer durch kann doch keiner Denken“, sagte sie.^^

  3. Marie hat kommentiert:

    Ich hab für mich festgestellt, dass ich an Typen, bei denen ich nichts analysiere, sondern das Verhalten einfach hinnehme, nicht ausreichend interessiert bin. Dieses ganze Rumanalysieren bringt nichts und es ist manchmal total irrational, aber mir wird klar, wenn ich das tue, wenn ich meinen Kopf nicht frei von Gedanken darüber bekomme, dass ich verliebt bin. (ja dieses Gefühl gibt es auch noch =) ) Man sollte nur aufpassen, dass man sich selbst nicht zu sehr einschränkt, weil im Kopf das reinste Chaos an Gedanken herrscht. Aber so richtig drauf verzichten möchte ich nicht, nur weil es nichts bringt, denn es hat auch etwas schönes und aufregendes in meinen Augen! =)

Kommentieren