♂ | Was Frauen Wollen. Rätsel der Menschheit, Teil 2.
9. Januar 2009

Dosis sola venenum facit.
(Paracelsus)
Frauen. Diese wunderbaren, glasklaren Wesen. Verstandesorientiert, rational, logisch.
Was Frauen wollen?
Fragen wir sie doch am besten selbst.
Treue, Sicherheit, Kontrolle und gut aussehen.
Kommunikation, Gemütlichkeit, Komplimente.
Anerkennung, Respekt, Herausforderungen.
Eigentlich ist es ganz einfach.
Frauen wollen alles, immer, und am besten auf einmal.
Zugleich wollen sie es bitte nicht so genau äußern müssen, denn klare Ansagen, das hat die nicht-empirische Umfrage ergeben, sind zwar von anderen gern gehört, werden aber umgekehrt selbst nicht so gern geäußert.
Wissen wir eigentlich, was wir wollen?
Keine Frau, die hier nicht zögert. Und dann sagt, was sie nicht will. Weil das immer viel einfacher zu beantworten ist. Und haben wir nicht schon in der Schule gelernt, dass das Ausschlussverfahren eine gute Möglichkeit auf dem Weg zur Lösung ist?
Es hat nur einen Nachteil: Die Konzentration auf das Negative, anstatt auf positive Wünsche.
Wir sind ambivalente Wesen.
Der einfachste Anhaltspunkt für Männer, herauszufinden, was wir eigentlich wollen, wurde oben genannt. Wir wollen alles. Es kommt nur auf die Dosis an.
Da ist einerseits Treue, Sicherheit und Kontrolle. Natürlich wollen wir nicht, dass man uns betrügt. Wir wissen gerne, dass wir nicht nur nächste Woche Kino planen können, sondern vielleicht auch noch den Kurzurlaub in zwei Monaten. Und wenn die Tickets gebucht sind, wollen wir nicht nur selbst bezahlen, sondern auch ausführlich darüber reden, was gepackt werden muss und wann wir zum Flughafen aufbrechen müssen, um nicht zu spät zu kommen.
Andererseits wollen wir auch nicht, dass der Liebste nur bei uns auf dem Sofa liegt und jede unserer Bewegungen verfolgt, und noch weniger wollen wir, dass er jedes Lächeln, das wir einem anderen schenken, mit der vorwurfsvollen Bemerkung quittiert, er habe ja immer schon gewusst, dass wir ihn betrügen.
Der reinste Horror ist die Vorstellung, er könnte bereits die Fernreise für übernächstes Jahr planen.
Und auch wenn wir keinesfalls bei Planungen übergangen werden wollen, wissen wir doch genau, dass es nichts hilft, wenn er jedesmal “aber was willst DU denn???” fragt, wenn es um das Reiseziel geht.
Wir wollen gefragt werden.
Aber wir wollen nicht bestimmen müssen.
Natürlich können wir bestimmen, keine Frage, schließlich sind wir emanzipierte Frauen mit eigener Meinung. Aber wenn es darum geht, in welches Restaurant wir gehen oder ob er uns nun abholt oder man sich vor Ort trifft: wir teilen mit, was wir uns vorstellen, das Planen übernimmt dann bitte er. Soviel Rollenklischee darf, nein muss sein.
Weil vieles in unserer Welt mit Vorstellungen zu tun hat, wollen wir darüber reden. Denn erst durch Wiederholen wird eine Sache zum Erlebnis. Wir haben also ein ausgeprägtes Kommunikationsbedürfnis. Und wir haben das Bedürfnis, zu hören, dass wir die schönsten, klügsten, witzigsten, attraktivsten und überhaupt besten Frauen der Welt sind. Klar, dass wir ebenso gerne Komplimente machen, aber more than words gilt für uns nicht. Wir wollen es wissen. Und fast ebenso wichtig wie die Kommunikation ist das Gefühl des Ankommens. Gemütlich soll es sein, zumindest in unserer Vorstellung. Eine ganze Industrie lebt von unserem Bedarf an Kerzen und stimmungsvoller Musik.
Andererseits ist für uns nichts schlimmer, als sich in einem abgeschmackten Klischee wieder zu finden. Der Weg zum Schlafzimmer mit Teekerzen ausgeleuchtet und mit Rosenblättern geschmückt? An der Tür ein Sinnsprüchlein Marke “Du bist die schönste Frau, die mir je begegnet ist und ohne dich kann ich nicht leben”? Und wenn nochmal einer mit irgendwas über unsere Augen ankommt …
Wir sind ja nicht doof, haben auch Dr. Sommer in der Bravo studiert und wissen, wie der Hase läuft und wohin solche Komplimente zielen. Originell sollen sie bitte sein, nicht beliebig.
Anerkennung, Respekt, Herausforderungen.
Ihr sollt wissen und schätzen, was wir geschafft und erreicht haben. Ihr sollt uns nicht wie kleine Mädchen behandeln, denn wir sehen den Platz, den die Emanzipation in der Gesellschaft für uns vorsieht, ganz selbstverständlich als unseren an: Neben euch, ebenso erfolgreich, ebenso intelligent, ebenso großartig.
Zugleich wollen wir aber zu euch aufschauen, ihr sollt es nicht sagen, aber wir möchten euch noch ein bisschen erfolgreicher, intelligenter, großartiger haben. Zumindest sollt ihr uns die Illusion lassen. Und wenn wir schon dabei sind, es gibt durchaus Situationen, in denen wir gern kleine Mädchen sind. Aber wehe, ihr sagt das zu deutlich oder es sind die falschen Situationen! Dann wird es ungemütlich, und zwar für uns alle.
Wobei es gern ein bisschen ungemütlich sein darf, schließlich lieben wir Herausforderungen. Erobern ist nicht nur Männersache, auch wenn wir das Ganze viel subtiler angehen. Aber was es geschenkt gibt, ist nichts wert. Sicherheit ist was für taube Nüsse, da sind wir uns einig und hechten dem Einen hinterher, der sich nicht einfach einfangen lässt.
Aber am Ende des Tages, wenn wir genug draußen gespielt haben und unsere Frau gestanden, dann wünschen wir uns, dass uns jemand zumindest für einen Moment die Herausforderungen abnimmt, uns die Füße massiert und uns vor der bösen Welt beschützt.
Weil in jeder Frau ein kleines Mädchen steckt und in jedem kleinen Mädchen die erwachsene Frau.
Deswegen sind wir so ambivalent, und deshalb braucht ihr ein halbes Leben, mindestens, um mit uns klarzukommen.
Aber: Genau deswegen findet ihr uns so toll, auch wenn ihr das nie zugeben würdet.
Esperame.
Hier geht es zu Teil 1: Was Männer Wollen.















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9. Januar 2009 um 21:38
Hi Anna und Anna : )
ich finde diesen Text sehr … anregend? Ja, das ist das richtige Wort dafür.
Du willst uns klar machen, dass ihr auch nur Menschen seid. Das mit dem kleinen Mädchen habe ich bisher bei so ziemlich allen Damen erleben dürfen. Mit diesem kleinem Mädchen, als kleiner Junge (welcher auch in jedem Mann steckt), zu spielen bringt immer etwas mit sich. Ob es nun ein “prickeln” ist, oder ein “Bauchflatern”, oder einfache entspannung… Das weiß man immer erst wenn man es probiert hat.
Wenn Mann hört:”Du bist sooo Klug”, dann geht das bei einem Ohr rein und beim anderen raus. Vielleicht hat Frau es nicht richtig formuliert oder Mann glaubt dass sie es nur so sagt.
Umgekehrt ist das natürlich genauso:”Schatz, du kochst sooo gut !” Will Frau wahrscheinlich nicht hören, wenn sie es schon selber weiß.
Überhäuft eure geliebte Aphrodite nicht mit Komplimenten … Das sagte ich das letzte mal zu einem Freund, welcher nach 2 Wochen seine Freundin los war mit den Worten:”Es liegt nicht an dir …” DOCH.
Bisher fragte ich mich schon oft: Wie schaffen es diese Anna’s, dass ich mich in ihren Texten immer fallen lassen kann und dann immer enttäuscht bin wenn der Text zu Ende ist …
heißt: Eure Schreibstile gefallen mir sehr gut, ich finde mich in vielen Posts wieder und lasse mich in der Regel mitten in den Text rein fallen. Das aufwachen ist dann der rot gefärbte Name des Autors – Der Wecker um 6 Uhr früh !
Best,
Sworn
16. Januar 2009 um 16:09
Meiner meinung nach ist es nicht so schwierig wie du das machst.
Ich soll da sein fur dich, und nicht mit al deine Drama mitgehen.
Dass is es eigentlich.
Aber ich bin doch einen Mann, als ich liebe einfache Losungen.
Fur den Mann ist auch einfach. Jetz auf Englisch zu schwierig fur mich
1. you should show indirectly that your man is your protector. Every man loves it to be your protector. For example. Move a little closer when you encounter some young noisy man on the street. You don’t have to say nothing. Just move closer. A man from the old days still has this function to protect his love ones. He will love it. Never talk shit about his ability to protect you. He will hate you for it.
2. You should take care of the child in the man.
Every man likes it to be held. For a very short while, but still..his mother did it too. Always show him you understand his need to play.Your understanding is needed. He just have to let loose sometimes.
3. You should take care of the man himself. Always be there for him. And never, never take a piss at him in front of his friends.
4. If you want to talk. Say you want to talk, and ask him first “I want to talk, do you have time now” Now he listens!
5. in romantic moments don’t talk the sun down. Let the sun come down silenty.
6. Be a sexgoddes, and than move to 4 to ask him for this sexy dress. Than to point 1. He will not take about 2, and go directly to 6.
Have fun you 2 (or 3, or…!
SmoothDoc
P.S. Good food works 2 for 6 or 4
27. Februar 2009 um 02:06
Also dieser Text sieht mir sehr nach einem “übernommenen Denken” der Frauen von uns Männern.
Ein Beispiel: Das heutige Schönheitsbild der Frauen über Frauen ist:
wunderschön wie eine Barbie(Ich als Mann will mit einer richtigen Frau schlafen und nicht mit einer Puppe), groß(Männer sind fast immer größer und das mögen Frauen), schlank, große Titten, ein bischen durchtrainiert(Frauen sind bilogisch so gemacht weniger Muskeln zu haben), auf keinen Fall einen breiten Arsch!! (was eigentlich gebärfreudigkeit signalisiert und Männer instinktiv sexy finden, Frauen sind bilogisch so gemacht 50% schneller Fett anzusetzen und zu speichern um gesunde Kinder bekommen zu können), dursetzungsfähig und erfolgreich(ist eine Männerdomäne da wir mehr Testosteron haben und dadurch auch aggressiver sind).
Also hier sehen wir heut zu tage ein verzerrtes und unnatürliches Frauenbild über sich selbst. “Die Emanzipation ist das Kopieren der Männer” sagt ein bekannter Geschlechtswissenschaftler. Wenn Frauen dünn, durchtrainiert und erfolgreich im Leben sein wollen so ahmen sie die Männer in ihrem Verhalten nach um das zu bekommen was sie wollen. Dies klappt jedoch oft nicht weil Geschlechter nun mal so funtionieren wie sie natürlich sollten!
Warum es so viel Metrosexuelle und Schwule heut zu tage gibt ist mir ein Rätsel. Ich denke es hat mehr mit den Genen zu tun, die sich durch die Globalisation vor allem in Amerika durch das mischen vieler Rassen entwickelt haben als mit der heutigen Erziehung und den auseinanderbrechenden Gesellschaften. Ich denke dass es auf Dauer sogar gefährlich werden kann (Anorexie, zu viel Stress) die Männer nach zu ahmen.
Ich glaube die Gedanken in meinem text sind nicht zu Ende erörtert aber
Was ich eigentlich sagen will ist:
Bleibt einfach die Frauen so wie ihr seid, wir Männer wollen keine klügeren und erfolgreicheren Frauen wie wir selbst sind. So ein stressiges erfolgsorientiertes Leben braucht ihr gar nicht, wir lieben euch auch mit den paar Pfund mehr!!
27. Februar 2009 um 02:21
Ich möchte noch hinzufügen dass es immer mehr männlichere Frauen und immer mehr weiblichere Männer (weicheier) gibt. Die Ursache liegt wahrscheinlich in den Genen. Eine Uralte Summerische Geschichte (von der sich die Geschichte von Adam und Eva ableitet und in der Bibel umgeschrieben und übernommen wurde) sagt dass wir Menschen von Gott erst als “ganze Wesen” geschaffen wurden. Dies bedeutet dass wir am Anfang androgyn waren als Mann und Frau gleichzeitig in einem Wesen. Wie die Geschlechtsteile aussahen und ob wir überhaupt welche hatten kann ich nicht beantworten. Ich denke die ersten Wesen von uns müssen unsterblich gewesen sein wenn sie sich noch nicht fortpflanzen konnten. Erst mit dem “pflücken der verbotenen Frucht im Garten Eden” bekamen wir Menschen unsere Sexualität und die Scham. Wir selber haben es gewählt uns in die weibliche und männliche Energie und Körper zu teilen um jeder Generation andere Erfahungen und Lehren weiterzugeben also um unsere Evolution und Entwicklung fortzutreiben.
Und warum erzähle ich euch so weit hergeholte Sachen?
Weil ich denke das wir uns gerade wieder in diese Richtung bewegen wieder ein “ganzes Wesen” zu werden. Vollkommen entwickelt und unsterblich in sich selber vereint!
Und wenn nicht dann besuchen wir die Bisexuellen vom Neptun und paaren uns mit denen
28. Dezember 2011 um 02:19
Eine sehr feine Seite.
Der Artikel, sowie die (voraus gehenden) Kommentare.
“Aber: Genau deswegen findet ihr uns so toll, auch wenn ihr das nie zugeben würdet.”
))
Richtig! Wir geben es zu! Es ist ein Lebenselexier für uns…!
Ich habe verstanden, als ich eine alte gnostische Schrift aus Nag Hammadi las: Bronte. Der Artikel bestätigt das.
“und deshalb braucht ihr ein halbes Leben, mindestens, um mit uns klarzukommen.” Genau so lang hat es gedauert…!
Die 6 Punkte von SmoothDoc finde ich richtig kernig, fundamental. Zentral: “2. You should take care of the child in the man.” – da gehts nicht um Unreife (Frauen ham ja lieber Männer als kleine Jungs), sondern um was Seelisches, essenziell Menschliches. Darum kann es genauso auch für uns heißen (und der Artikel bestätigt es): You should take care of the little girl in the woman. Dieses innere Kind ist es übrigens, aus dem, wenn es gesehen wird und Raum bekommt, – bei euch wie bei uns -, die innere Schönheit strahlt.
Und zu stankami: Im Johannes-Apokryphon (Nag Hammadi) hat der Androgyn = Hermaphrodit beide Geschlechtsmerkmale. Und im Embryo ab der 3. bis ca. 7. Schwangerschaftswoche genauso: Müller-Gänge (w), Wolff-Gänge (m), ein (!) Paar Gonaden (werden zu Eierstöcken oder Hoden), Sinus Urogenitalis (bildet später die äußeren Geschlechtsorgane aus).
“Weil ich denke das wir uns gerade wieder in diese Richtung bewegen wieder ein “ganzes Wesen” zu werden. Vollkommen entwickelt und unsterblich in sich selber vereint!”
Ein “ganzes Wesen” mit zwei Körpern, also bestehend aus Mann und Frau, würde ich hinzu fügen…
Alles Liebe euch
Osterhasi