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	<title>annaprinzip &#187; Dogtown</title>
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	<description>2 Annas - 2 Frauen - 2 Verführungsstile</description>
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		<title>♂ &#124; Lieblingssätze II. Sie sagt: &#8220;Ich brauche Zeit.&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 10:00:36 +0000</pubDate>
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<p><em>„Duuu &#8230; das ist total schön mit dir, aber es geht mir alles irgendwie zu schnell. Ich brauche Zeit &#8230; ich melde mich bei dir, okay?&#8221;</em>, sagt sie. Dann folgen ein paar Belanglosigkeiten und ihr legt auf.<br />
<strong>Hm, denkst du dir. Dann lass ich ihr mal ein bisschen Zeit, ist ja logisch, dass sie sich erstmal über ihre Gefühle klar werden will, wir kennen uns ja auch noch nicht lang. Eigentlich blöd, dass sie jetzt nicht voll verknallt ist, aber da kann man wohl nichts machen &#8230;</strong></p>
<p>Kann man nicht?<br />
Tatsache. Kann man nicht.</p>
<p>Die Frage ist nur, warum.<span id="more-488"></span></p>
<p>Das <em>„Es geht mir zu schnell, ich brauche Zeit&#8221;</em> ist nicht dasselbe wie<em> <a href="http://www.annaprinzip.de/2008/12/dogtown-lieblingssaetze-teil-eins/">„Ich weiß nicht, was ich will&#8221;</a></em>, aber auch kein<em> „Lass es uns langsam angehen.&#8221; </em>Während letzteres schon ein eindeutiges Zugeständnis ist &#8211; offiziell befindet ihr euch nicht mehr im Vor-Beziehungsstatus &#8211; ist ersteres eine eindeutige Ausflucht.</p>
<p>Du stellst dir jetzt vielleicht vor, dass sie zuhause sitzt und ein paar Stunden kräftig nachdenkt. Vielleicht macht sie sich auch eine Liste mit den Pro und Contras eurer Konstellation. Vielleicht wacht sie morgen auf und weiß, dass du es bist und ruft an und ihr lebt <em>happily ever after</em>.<br />
<strong>Aber hast du dich schonmal gefragt, warum das nie passiert, nachdem du gehört hast <em>„ich brauche noch etwas Zeit&#8221;</em>?</strong></p>
<p>Weil Frauen nicht so rational vorgehen. Das Für und Wider wird nicht schriftlich fixiert (außer ihre beste Freundin lebt in Australien und ist nur per Mail zu erreichen), viel eher wird es unter Freundinnen durchgesprochen. Noch wahrscheinlicher ist, dass es bereits besprochen wurde &#8230; und deine Chancen dabei allenfalls in den neutralen Bereich gefallen sind.</p>
<p><strong>Frauen haben dieses diffuse Gefühl, dass es das nicht ist. </strong>Vielleicht fühlt sie sich durchaus von dir angezogen, Knutschen war ganz gut, ihr habt Spaß, es ist alles ganz nett. Aber es ist eben auch nicht mehr. <strong>Das Kribbeln fehlt, dieser Funken, der einem die Nächte schlaflos werden lässt und die Tage wie im Traum vergehen. Stattdessen sagt ihr der Verstand, dass du keine schlechte Partie bist.</strong> Du siehst gut aus, hast viele Freunde, einen coolen Job oder diesen total niedlichen Hund. Die Idee, deine Freundin zu sein, gefällt ihr. Aber ihr Herz ist nicht involviert. Also macht sie das naheliegende: Sie wartet ab.</p>
<p><em>„Ich brauche Zeit&#8221; &#8211; das heißt, ich muss mal schauen, ob du mir vielleicht fehlst, wenn ich dich nicht sehe. Mal sehen, ob ich wegen dir nicht schlafen kann, wenn ich nicht weiß, was aus uns wird. Oder ob ich dich einfach vergesse und stattdessen von meinem doofen (aber verdammt heißen) Exfreund träume. </em></p>
<p>Aber wie konnte es überhaupt so weit kommen?</p>
<p>Wie schon zuvor, kann es auch hier daran liegen, dass beide &#8211; also auch du &#8211; nicht vollkommen involviert sind. Vielleicht findest du sie selber nicht so wahnsinnig spannend, und sie merkt das. Vielleicht war sie gerade anderweitig involviert, und du warst die willkommene Abwechslung. Vielleicht stimmte die körperliche Anziehung, aber ihr hattet euch einfach nicht genug zu sagen. Vielleicht von allem ein bisschen, aber eins ist klar: <strong>Wenn der Satz einmal gefallen ist, gibt es fast nichts, was dich jetzt noch retten kann.</strong></p>
<p>Vorausgesetzt natürlich, du willst das überhaupt.</p>
<p><strong>Die einzige Möglichkeit, sich aus der Zeitfalle zu retten, ist sie zu ignorieren. </strong>Das ist ein Spiel auf Risiko &#8211; denn ist sie tatsächlich nicht begeistert genug von dir, war also ihr Satz eher ein freundlicher Korb auf Raten, dann reitest du dich durch Vehemenz nur noch mehr ins Verderben. Sprich: Sie wird genervt reagieren und deine Aktien werden verkauft.<br />
Sollte sie aber nur leichte Zweifel haben und neutral bis positiv gestimmt sein, wird deine Persistenz deine Aktien steigen lassen. Wie schon im letzten Teil gesagt, macht es dich attraktiv, wenn du weißt, was du willst und wie du es bekommst.</p>
<p><strong>Was du in keinem Fall tun solltest, ist ihr diese Zeit zu geben. Sie wird sie nutzen.<br />
Um dich zu vergessen.<br />
</strong></p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Esperame.</span></strong></p>


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		<title>♂ &#124; &#8220;Er sollte Humor haben&#8221; &#8211; Das Hahaha und der Sex.</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2009 11:11:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Da steigt die Stimmung wie ein Luftballon Ja Freunde, Lachen ist gesund &#8230; &#8221; (Bugs Bunny Show) Neulich bei Tchibo. Während ich das Sortiment aus aufblasbaren Kopfkissen und gepolsterten BHs bewundere, wiehert es laut neben mir. Dann gackert es. Dann schreit es förmlich. Ja, es wird gelacht, und fragt nicht wie. Ich drehe mich um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/esperame-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></span></p>
<p><em>&#8220;Da steigt die Stimmung wie ein Luftballon<br />
Ja Freunde, Lachen ist gesund &#8230; &#8221;<br />
(Bugs Bunny Show)</em></p>
<p>Neulich bei Tchibo. Während ich das Sortiment aus aufblasbaren Kopfkissen und gepolsterten BHs bewundere, wiehert es laut neben mir. Dann gackert es. Dann schreit es förmlich. Ja, es wird gelacht, und fragt nicht wie. Ich drehe mich um zu der Quelle dieser unsäglichen Heiterkeit.<span id="more-524"></span><br />
Ein Junge und ein Mädchen Mitte 20, keine besonderen Kennzeichen. Jetzt nehmen sie sich das nächste Teil vor, ein Superduschkopf, und schon geht es wieder los, er sagt etwas, sie schüttet sich förmlich aus vor Lachen &#8230;<br />
Na, so lustig ist der Duschkopf jetzt auch nicht, denke ich. Und dann fällt mir auf: Die beiden sind noch kein Paar, sie werden gerade erst eins. <strong>Und im nächsten Moment ist klar &#8211; die Lady will Sex. Und zwar am besten direkt nach dem Einkauf. </strong>Nur er scheint, wenn ich ihn mir so betrachte, davon keine Ahnung zu haben. Eher ein wenig verunsichert wirkt er, ob ihrer guten Laune.</p>
<p>In Kontaktanzeigen und Singleportalen steht er ganz oben, der männliche Humor. &#8220;Er sollte Humor haben&#8221; ist fast so wichtig wie Treue, Ehrlichkeit oder die berüchtigten beiden Beine im Leben.<br />
<strong>Dabei stimmt die Rechnung &#8220;Bring sie zum Lachen und sie will mit dir ins Bett&#8221; natürlich so nicht. Ungekehrt wird aber durchaus ein Schuh draus: Wenn sie mit dir lacht, ist sie nicht abgeneigt noch mehr zu tun.</strong></p>
<p>Männer reagieren schnell verunsichert auf weibliches Lachen.<br />
<em>Meint sie das jetzt ernst?<br />
Lacht sie über mich?<br />
So lustig war das doch gar nicht?<br />
Ist sie so ein Kichermädchen?<br />
Muss sie immer so wiehern beim Lachen?</em></p>
<p>Wer lacht, lässt los.<br />
Lachen verbindet, Lachen macht gute Laune, Lachen ist gesund, sagt man.</p>
<p>Sie lacht, ihr Kopf wird rot, sie fühlt sich leicht, fast high, und später ein bisschen müde und ausgelaugt.<strong> Weil ausgiebiges Lachen sich wie ein Orgasmus anfühlt.</strong> Stärkere Durchblutung, krampfartiges, unwillkürliches Anspannen des Zwerchfells, ein Moment des Loslassens, des Kontrollverlusts &#8230; ihre Frisur ist leicht derangiert, ihre Augen glasig &#8230; wenn sie mit euch lacht, habt ihr schon halb gewonnen.</p>
<p>Wer zusammen lacht, hat bereits etwas gemeinsam. Mehr als jedes tiefgründige Gespräch kann eine geschickt genutzte witzige Situation das Gefühl verstärken, eine Einheit zu sein. <strong>An gemeinsames Lachen erinnern wir uns ebenso gerne wie an eine romantische Situation &#8211; einfach, weil es sich so gut anfühlt.</strong></p>
<p>Dann reicht ein bisschen Witze erzählen also schon aus?<br />
Ganz so einfach ist es dann doch nicht.<br />
Aber fast!</p>
<p>Wenn eine Frau richtig mit euch lacht, aus vollem Herzen &#8230; dann ist das ein deutliches Anzeichen für ihr Interesse. <strong>Und zwar durchaus auch ihr sexuelles Interesse.</strong> Wie immer gilt es dann, zeitnah einen Schritt weiter zu gehen &#8230; denn auch die schönste Lachentspannung hält nicht ewig, und hat man sich erst einmal erholt, kann man durchaus auch schnell wieder zu ernsten Themen zurückkehren &#8230; und weg ist er, der magische Lachmoment.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Esperame.</strong></span></p>


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		<item>
		<title>♂ &#124; Geben ist seliger denn Nehmen? Oder: Die weibliche Eskalationsleiter der Sexualität</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 10:29:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Mal abgesehen davon, das ich die holde Weiblichkeit wohl nie ganz verstehen werde, wundert es immer wieder, dass die Mehrheit der Frauen zwar bläst, aber zu Sex noch &#8216;nein&#8217; sagen.&#8221; So erreichte uns vor kurzem diese Anfrage, die &#8211; auch wenn ich nicht vorgreifen möchte &#8211; eigentlich den Kern des ganzen schon sehr gut zusammenfasst: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/bride-artikel.bmp" alt="" /></span></p>
<p><em>&#8220;Mal abgesehen davon, das ich die holde Weiblichkeit wohl nie ganz verstehen werde,<br />
</em><em>wundert es immer wieder, dass die Mehrheit der Frauen zwar bläst, aber zu Sex noch &#8216;nein&#8217; sagen.&#8221;</em></p>
<p>So erreichte uns vor kurzem diese Anfrage, die &#8211; auch wenn ich nicht vorgreifen möchte &#8211; eigentlich den Kern des ganzen schon sehr gut zusammenfasst:</p>
<p><em>&#8220;In meinen Augen, finde ich blasen weitaus intimer als Sex, aber vielleicht ist das für euch Frauen ja anders. Wie gesagt, mich würde es freuen, wenn ihr diesbezüglich mal Licht ins Dunkel bringen würdet.&#8221;</em></p>
<p><strong>Licht ins Dunkel. Machen wir gerne.</strong><span id="more-500"></span><br />
Männlich rational gesehen stimme ich dem Fragensteller vollkommen zu: Sicher sieht es auf den ersten Blick so aus, als zeuge es von großer Intimität, dem besten Stück einer vielleicht noch fremden Person Raum im oberen Inneren &#8211; dem Mund &#8211; einzuräumen; es zu liebkosen, zu lecken, zu verwöhnen. Den Mann zu verwöhnen, indem wir seinem Schwanz unsere Aufmerksamkeit schenken. <strong>Indem wir uns aktiv für eure Befriedigung einsetzen.</strong></p>
<p><strong>Und genau hier liegt der Schlüssel zur weiblichen Eskalationsleiter der Sexualität.</strong> Warum sind viele von uns wesentlich schneller und einfacher zu überzeugen, eurem Schwanz im Mund Einlass zu gewähren als im unteren Inneren, dem Ort, an dem der Schwanz doch so gerne eintauchen würde&#8230;unserer Muschi?</p>
<p>Der eigentlich Sex &#8211; das übliche Rein-Raus-Spiel &#8211; ist für uns Frauen überwiegend (und hier unterschlage ich einfach mal die Ausnahmen dieser Regel) <strong>passiv.</strong></p>
<p><em><span style="color: #ff0000;">Wir werden durchgenommen.<br />
Wir werden gevögelt.<br />
Wir lassen uns ficken.<br />
Wir lassen euch eindringen.</span></em></p>
<p>Und um ganz deutlich zu werden: Ihr steckt den Schwanz in unsere Muschi, nicht umgekehrt. <strong>Ihr seid der aktive Part,</strong> ihr seid die Tonangeber, ihr habt in so vielen Stellungen die Möglichkeit, Tempo und Intensität zu bestimmen.</p>
<p>Und nun zurück zum Blasen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><em>Wir blasen euch.<br />
Wir liebkosen euch mit unseren Lippen.<br />
Wir bestimmen mit unserem Kopf, wie weit ihr abtauchen dürft.<br />
Wir haben die Macht über Tempo und Intensität.</em></span></p>
<p><strong>Kurz: Hier sind wir der aktive Part.</strong></p>
<p>Es verlangt wesentlich mehr Intimität, uns euch hinzugeben, euch die Führung zu übergeben und euch in uns hereinzulassen &#8211; sei es mit Finger, Zunge oder eben Schwanz.</p>
<p><strong>Die Aktivität beim Blasen; die Macht über das Geschehen zu haben, und vor allem über das, was nicht geschehen soll, gibt uns Sicherheit.</strong> Und Sicherheit ist für uns &#8211; und seien wir ehrlich: körperlich eben meist das schwache Geschlecht &#8211; bei jeglicher sexuellen Aktivität wichtig.<br />
Hier ist es dann erstmal irrelevant, dass wir beim Blasen auch einen Teil von euch in uns hereinlassen &#8211; denn wir haben die Kontrolle.</p>
<p><strong>Solang wir die Kontrolle haben, sind wir zu vielem bereit. Geben wir aber die Kontrolle an euch ab, verlangt dies Vertrauen und eben: <span style="color: #ff0000;">Intimität.</span></strong></p>
<p>Also Jungs, wundert euch nicht, wenn wir vielleicht schon nach zwei bis drei Bierchen bereit sind, euch im nächsten Hauseingang oral zu beglücken, für das finale Zusammenspiel aber doch etwas mehr Zeit benötigen.</p>
<p>Und weil wir uns gerade auf der Eskalationsleiter befinden:<br />
Vielleicht ist euch aufgefallen, dass erst auf Nummer 1: Blasen und auf Nummer 2: Sex, die<br />
<strong>Nummer 3: Geleckt werden</strong> folgt.<br />
Auch hier spielt Intimität die entscheidende Rolle: Um uns gehen zu lassen, die Liebkosungen zu genießen, das Verwöhnt werden vollkommen zuzulassen, brauchen wir &#8230;Vertrauen. <strong>Mit gespreizten Beinen vor euch zu liegen, entblößt, unser Intimstes vor euch ausgebreitet, das erfordert Vertrauen.</strong> Und noch mehr Vertrauen erfordert es, uns so weit fallenlassen, dass wir uns an eurer Zunge uneingeschränkt erfreuen können - am liebsten bis zum Orgasmus.</p>
<p>Und so erklimmen wir mit euch die Leiter. Und genießen jeden weiteren Schritt auf jede weitere Sprosse, auf die ihr uns höher begleitet.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">The Bride</span></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/fa9ef6d4d93347868f346b4afbba991a" width="1" height="1" alt=""></p>


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		<title>♂ &#124; Was Frauen Wollen. Rätsel der Menschheit, Teil 2.</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 16:29:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Dosis sola venenum facit. (Paracelsus) Frauen. Diese wunderbaren, glasklaren Wesen. Verstandesorientiert, rational, logisch. Was Frauen wollen? Fragen wir sie doch am besten selbst. Treue, Sicherheit, Kontrolle und gut aussehen. Kommunikation, Gemütlichkeit, Komplimente. Anerkennung, Respekt, Herausforderungen. Eigentlich ist es ganz einfach. Frauen wollen alles, immer, und am besten auf einmal. Zugleich wollen sie es bitte nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/esperame-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></span></p>
<p><em>Dosis sola venenum facit.<br />
</em>(Paracelsus)</p>
<p>Frauen. Diese wunderbaren, glasklaren Wesen. Verstandesorientiert, rational, logisch.<br />
Was Frauen wollen?<br />
Fragen wir sie doch am besten selbst.<span id="more-469"></span></p>
<p><span style="color: #800080;"><strong>Treue, Sicherheit, Kontrolle und gut aussehen.</strong><br />
</span><strong><span style="color: #ff00ff;">Kommunikation, Gemütlichkeit, Komplimente.</span></strong><br />
<span style="color: #993300;"><strong>Anerkennung, Respekt, Herausforderungen.</strong></span></p>
<p>Eigentlich ist es ganz einfach.<br />
<strong>Frauen wollen alles, immer, und am besten auf einmal.<br />
</strong>Zugleich wollen sie es bitte nicht so genau äußern müssen, denn klare Ansagen, das hat die nicht-empirische Umfrage ergeben, sind zwar von anderen gern gehört, werden aber umgekehrt selbst nicht so gern geäußert.</p>
<p>Wissen wir eigentlich, was wir wollen?<br />
Keine Frau, die hier nicht zögert. Und dann sagt, was sie nicht will. Weil das immer viel einfacher zu beantworten ist. Und haben wir nicht schon in der Schule gelernt, dass das Ausschlussverfahren eine gute Möglichkeit auf dem Weg zur Lösung ist?<br />
Es hat nur einen Nachteil: Die Konzentration auf das Negative, anstatt auf positive Wünsche.</p>
<p>Wir sind ambivalente Wesen.<br />
<strong>Der einfachste Anhaltspunkt für Männer, herauszufinden, was wir eigentlich wollen, wurde oben genannt. Wir wollen alles. Es kommt nur auf die Dosis an. </strong></p>
<p>Da ist einerseits <span style="color: #800080;">Treue, Sicherheit und Kontrolle</span>. Natürlich wollen wir nicht, dass man uns betrügt. Wir wissen gerne, dass wir nicht nur nächste Woche Kino planen können, sondern vielleicht auch noch den Kurzurlaub in zwei Monaten. Und wenn die Tickets gebucht sind, wollen wir nicht nur selbst bezahlen, sondern auch ausführlich darüber reden, was gepackt werden muss und wann wir zum Flughafen aufbrechen müssen, um nicht zu spät zu kommen.<br />
Andererseits wollen wir auch nicht, dass der Liebste nur bei uns auf dem Sofa liegt und jede unserer Bewegungen verfolgt, und noch weniger wollen wir, dass er jedes Lächeln, das wir einem anderen schenken, mit der vorwurfsvollen Bemerkung quittiert, er habe ja immer schon gewusst, dass wir ihn betrügen.<br />
Der reinste Horror ist die Vorstellung, er könnte bereits die Fernreise für übernächstes Jahr planen.<br />
Und auch wenn wir keinesfalls bei Planungen übergangen werden wollen, wissen wir doch genau, dass es nichts hilft, wenn er jedesmal <em>&#8220;aber was willst DU denn???&#8221;</em> fragt, wenn es um das Reiseziel geht.</p>
<p><strong>Wir wollen gefragt werden.<br />
Aber wir wollen nicht bestimmen müssen.</strong><br />
Natürlich können wir bestimmen, keine Frage, schließlich sind wir emanzipierte Frauen mit eigener Meinung. Aber wenn es darum geht, in welches Restaurant wir gehen oder ob er uns nun abholt oder man sich vor Ort trifft: wir teilen mit, was wir uns vorstellen, das Planen übernimmt dann bitte er. <strong>Soviel Rollenklischee darf, nein <em>muss</em> sein.</strong><br />
Weil vieles in unserer Welt mit Vorstellungen zu tun hat, wollen wir darüber reden. Denn erst durch Wiederholen wird eine Sache zum Erlebnis. Wir haben also ein ausgeprägtes <span style="color: #993366;">Kommunikationsbedürfnis</span>. Und wir haben das Bedürfnis, zu hören, dass wir die schönsten, klügsten, witzigsten, attraktivsten und überhaupt besten Frauen der Welt sind. Klar, dass wir ebenso gerne <span style="color: #993366;">Komplimente</span> machen, aber <em>more than words</em> gilt für uns nicht. Wir wollen es wissen. Und fast ebenso wichtig wie die Kommunikation ist das Gefühl des Ankommens. <span style="color: #993366;">Gemütlich</span> soll es sein, zumindest in unserer Vorstellung. Eine ganze Industrie lebt von unserem Bedarf an Kerzen und stimmungsvoller Musik.<br />
Andererseits ist für uns nichts schlimmer, als sich in einem abgeschmackten Klischee wieder zu finden. Der Weg zum Schlafzimmer mit Teekerzen ausgeleuchtet und mit Rosenblättern geschmückt? An der Tür ein Sinnsprüchlein Marke<em> &#8220;Du bist die schönste Frau, die mir je begegnet ist und ohne dich kann ich nicht leben&#8221;</em>? Und wenn nochmal einer mit irgendwas über unsere Augen ankommt &#8230;<br />
Wir sind ja nicht doof, haben auch Dr. Sommer in der Bravo studiert und wissen, wie der Hase läuft und wohin solche Komplimente zielen. Originell sollen sie bitte sein, nicht beliebig.</p>
<p><span style="color: #993300;">Anerkennung, Respekt, Herausforderungen.</span><br />
Ihr sollt wissen und schätzen, was wir geschafft und erreicht haben. Ihr sollt uns nicht wie kleine Mädchen behandeln, denn wir sehen den Platz, den die Emanzipation in der Gesellschaft für uns vorsieht, ganz selbstverständlich als unseren an: Neben euch, ebenso erfolgreich, ebenso intelligent, ebenso großartig.<br />
Zugleich wollen wir aber zu euch aufschauen, ihr sollt es nicht sagen, aber wir möchten euch noch ein bisschen erfolgreicher, intelligenter, großartiger haben. Zumindest sollt ihr uns die Illusion lassen. Und wenn wir schon dabei sind, es gibt durchaus Situationen, in denen wir gern kleine Mädchen sind. Aber wehe, ihr sagt das zu deutlich oder es sind die falschen Situationen! Dann wird es ungemütlich, und zwar für uns alle.<br />
Wobei es gern ein bisschen ungemütlich sein darf, schließlich lieben wir Herausforderungen. Erobern ist nicht nur Männersache, auch wenn wir das Ganze viel subtiler angehen. Aber was es geschenkt gibt, ist nichts wert. Sicherheit ist was für taube Nüsse, da sind wir uns einig und hechten dem Einen hinterher, der sich nicht einfach einfangen lässt.</p>
<p><strong>Aber am Ende des Tages, wenn wir genug draußen gespielt haben und unsere Frau gestanden, dann wünschen wir uns, dass uns jemand zumindest für einen Moment die Herausforderungen abnimmt, uns die Füße massiert und uns vor der bösen Welt beschützt.</strong></p>
<p>Weil in jeder Frau ein kleines Mädchen steckt und in jedem kleinen Mädchen die erwachsene Frau.</p>
<p>Deswegen sind wir so ambivalent, und deshalb braucht ihr ein halbes Leben, mindestens, um mit uns klarzukommen.</p>
<p>Aber: Genau deswegen findet ihr uns so toll, auch wenn ihr das nie zugeben würdet.</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Esperame.</span></strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><span style="color: #888888;">Hier geht es zu Teil 1: <a href="http://www.annaprinzip.de/2008/11/catcity-was-maenner-wollen/">Was Männer Wollen.</a></span></span><strong><span style="color: #ff0000;"><br />
</span></strong></p>


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		<title>♂ &#124; Alles einsteigen, Türen schließen selbsttätig. Next Stop: Analpleasureville.</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 11:25:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Kanchō ist ein Streich, der in Japan häufig von Grundschulkindern gespielt wird. Beim Kanchō legt man seine Hände zusammen, so dass die Zeigefinger ausgestreckt sind, und versucht, diese in den Anus eines anderen zu stecken, wenn dieser unaufmerksam ist. Wir kennen es knackig, rund, weich, fest, apfelförmig, birnenförmig, braun, weiß, enorm, süß oder einfach nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/bride-artikel.bmp" alt="" /></span></p>
<p><em><strong>Kanchō </strong> ist ein Streich, der in Japan häufig von Grundschulkindern gespielt wird. Beim Kanchō legt man seine Hände zusammen, so dass die Zeigefinger ausgestreckt sind, und versucht, diese in den Anus eines anderen zu stecken, wenn dieser unaufmerksam ist.</em></p>
<p>Wir kennen es knackig, rund, weich, fest, apfelförmig, birnenförmig, braun, weiß, enorm, süß oder einfach nur geil: Das Hinterteil. Auch Arsch, Po, Pöppes, Gesäß oder Musculus gluteus maximus genannt. Ganz egal, wie wir es nennen und welche unsere bevorzugte Form &amp; Farbe ist: <strong>Der Arsch hat seinen Reiz. Sowohl für den Mann als auch für die Frau.</strong><span id="more-438"></span></p>
<p>Das Gesäß ist aus zwei halbkugelförmigen, spiegelsymmetrischen Hälften, den beiden Gesäßbacken, aufgebaut, die von der Analrinne (Crena ani) getrennt werden. <strong>Jetzt wird es interessant. Und zwar genau dort, wo der Begriff Anal ins Spiel kommt.</strong></p>
<p>Bei den meisten Männern setzt nun das Gehirn aus und der Gedanke daran, das beste Stück in die verwegenste der drei Öffnungen eintauchen zu lassen macht Lust auf mehr. Auf viel mehr. <strong>Doch auch auf soviel, sich selbst auf das Experiment der analen Freuden einzulassen?<br />
</strong>Hier scheiden sich nicht nur die Arschbacken, sondern auch die Geister:</p>
<p><em>„Buh, das ist doch schwul!&#8221;</em> und <em>„Mein Po ist Sperrgebiet!&#8221;</em> schreien die einen, während die anderen sich in lustvollen Stunden allein vielleicht doch schon mal &#8211; heimlich natürlich &#8211; einen Finger einfach mal so in den Po gesteckt haben <em>„nur um mal zu gucken, wie das ist&#8230;&#8221;.<br />
</em>Eine weitere Fraktion wird jubelnd rufen <em>„Wer noch nie einen Prostata-Orgasmus hatte, hat etwas verpasst!&#8221;</em> oder <em>„Der Finger der Freundin in meinem Po macht mich rasender als alles andere.&#8221;</em></p>
<p>Und obwohl ich mich so kurz vor Weihnachten einiger Bibel-angelehnter Sprüche wie, „Auge um Auge&#8230;&#8221;, „Wer nimmt, muss auch geben können&#8221; oder „Wie du mir, so ich dir&#8221; bedienen könnte, besinne ich mich lieber auf die intersexuelle Verständigung zwischen Mann und Frau. Denn:<br />
<strong>Es geht nicht darum, Gleiches mit Gleichem zu vergelten und als Frau eine falsch verstandene Emanzipation mit ins Bett zu nehmen.</strong> <strong><span style="color: #ff0000;">Es geht vielmehr darum, auch als Mann offen gegenüber Neuem und vor allem gegenüber dem Genießen zu sein &#8211; frei von moralischen Zwängen und vor allem Zwangsvorstellungen.</span></strong></p>
<p><strong>Wer seinen Zug in mein Analpleasureville fährt, der sollte mir auch die Möglichkeit geben, dorthin zu reisen.</strong> Vielleicht als Tagestrip, vielleicht als Wochenendausflug und vielleicht als Reise ins Sommerhaus, das immer wieder gerne zur Erholung aufgesucht wird.</p>
<p>Ich plädiere hier nicht dafür, den Partner meiner Wahl mit einem Strap-On á la „Moby Fick- im Arsch des Pottwals&#8221; oder „Ass Wide Shut&#8221; bis in die Besinnungslosigkeit zu penetrieren, damit er überhaupt einmal in die Nähe meines Allerwertesten kommen darf. Ich verlange nur, dass die Reise ins Analspleasureville keine Einbahnstraße ist &#8211; sondern beide offen sind, und probieren, fühlen, stimulieren, streicheln und erfahren dürfen. Nicht mit dem Holzhammer sondern gefühlvoll und mit den unterschiedlichen Intensitäten, die gewünscht sind.</p>
<p>Und seien wir doch mal ehrlich: Wozu habt ihr Jungs dort diese vielen schönen Nervenenden? Um sie kläglich im tiefsten Inneren verkümmern zu lassen? Nein. <strong>Ihr habt sie, damit ihr die Möglichkeit erfahren dürft, wie euch eine ganz andere Art der Zuwendung mit ganz neuen Eindrücken ungeahnten Empfindungen beschert.<br />
<span style="color: #ff0000;">Und auf die Bescherung freuen wir uns doch alle am Heiligabend&#8230;</span></strong></p>
<p>In diesem Sinne&#8230; nehmt euch in den letzten Zügen des alten Jahres die Zeit, neues auszuprobieren und im Endspurt zum neuen Jahr altes zu vertiefen.</p>
<p><strong>Feiert, wie es euch gefällt und genießt die freien Tage!</strong><br />
Das annaprinzip ist Anfang Januar wie gewohnt wieder für euch da und zieht sich nun in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub zurück.</p>
<p><strong>Frohe Weihnachten Guys &amp; Girls und einen guten Rutsch &#8211; wohin auch immer, rein oder raus!</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Eure Bride</span></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/610a7c490ce64605ae80d3daff3932ed" width="1" height="1" alt=""></p>


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		<title>♂ &#124; Lieblingssätze I. Sie sagt: &#8220;Ich weiß nicht, was ich will.&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 09:52:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„Duuu &#8230; ich weiß grade einfach nicht, was ich will. Tut mir echt leid, du kannst nichts dafür,&#8221; sagt sie und guckt dich aus großen Augen an. Puh, denkst du, Glück gehabt, ich kann nichts dafür. Aber trotzdem blöd. Immer das Gleiche mit den Weibern. Du kannst nichts dafür? Na und ob! Es gibt nämlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/esperame-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></span></p>
<p><em>„Duuu &#8230; ich weiß grade einfach nicht, was ich will. Tut mir echt leid, du kannst nichts dafür,&#8221;</em> sagt sie und guckt dich aus großen Augen an.<br />
<strong>Puh, denkst du, Glück gehabt, ich kann nichts dafür. Aber trotzdem blöd. Immer das Gleiche mit den Weibern.</strong></p>
<p>Du kannst nichts dafür? Na und ob!<br />
Es gibt nämlich nur einen Grund für diesen Satz: <em>Du weißt nicht, was du willst.</em><br />
Und wenn du genau hinsiehst, schaut sie nicht großäugig, sondern ein bisschen genervt.<span id="more-415"></span></p>
<p>Der Satz, das Eingestehen der eigenen Ahnungslosigkeit, kommt bei Frauen meist als Folge eines diffus unangenehmen Gefühls &#8211; irgendwie besteht Anziehung, irgendwie aber auch nicht genug, und irgendwie eiert der Typ so herum und man weiß nicht so wirklich, worauf das hinauslaufen soll. Zwei Wochen später ist die Attractionaktie im Keller und die Dringlichkeit, irgendwas dazu zu sagen, steigt. Voilà.</p>
<p>In der Interaktion von Männern und Frauen gibt es immer einen, der zieht, und einen, der gezogen wird. Meist zieht zu Beginn der Mann &#8211; er spricht an, er signalisiert Interesse, er führt die Frau in die (Inter-)Aktion hinein.<br />
Und dann bekommt er es vielleicht plötzlich mit der Angst &#8211; wo soll das hinführen, will ich die überhaupt noch näher kennenlernen, vielleicht will sie mich ja auch gar nicht und überhaupt wird mir das hier alles zu viel.<strong><br />
Er lehnt sich zurück, nimmt seine Energie raus, lässt die Dinge laufen &#8230; und wie bei einem Motor ohne Saft stehen die Maschinen still. Nichts geht mehr.</strong> Man kann nämlich nicht ins Auto steigen, eine gute Fahrt versprechen, und dann mittendrin den Fuß vom Gas nehmen und den Lenker loslassen. Weil man gerade gar nicht weiß, ob Autofahren das Richtige ist.</p>
<p><strong>Was hier entsteht, ist ein Führungsvakuum. Es können sich ja nicht beide ziehen lassen.<br />
</strong>Das Vakuum wird gar nicht unbedingt als solches wahrgenommen &#8211; es fühlt sich nur unangenehm an. Jeder ist der Meinung, der andere sollte sich mal melden. Jeder regt sich darüber auf, dass der andere die Signale nicht eindeutig setzt bzw deutet. Jeder will alle Verantwortung von sich weisen &#8230;</p>
<p>&#8230; bis die Situation unerträglich wird.<br />
Manchmal ergreifen Frauen dann die Initiative und füllen das Vakuum mit den tödlichen Worten: <em>Ich weiß nicht, was ich will.</em></p>
<p><strong>Aber warum sagen sie eigentlich nicht: Ich weiß nicht, was du willst und das verunsichert mich und macht dich unattraktiv?</strong></p>
<p>Weil Frauen höflich sind.<br />
Sie wollen dir nicht die Schuld geben &#8211; sie nehmen sie vorgeblich lieber selbst auf sich.</p>
<p>Weil sie die Dynamik nicht bewusst wahrnehmen.<br />
Sie spüren nur, dass irgendwas schiefläuft und schieben das Ergebnis auf die eigene Unsicherheit.</p>
<p>Und &#8230; weil Frauen höflich sind.<br />
Sie würden dir nie sagen, dass du für sie nicht mehr interessant genug bist.</p>
<p><strong>Der einzige Weg aus der „Ich weiß nicht, was ich will&#8221;-Falle ist, nur dann zu interagieren, wenn echtes Interesse besteht.</strong></p>
<p>Nur dann ins Auto zu steigen, wenn man es auch fahren will. Und jede Fahrt zuende zu bringen, egal wie das Ziel lautet.<br />
Am Straßenrand zu halten, den Motor abzuschalten, der Dame die Tür zu öffnen, ihr beim Aussteigen zu helfen und ihr noch einen guten Weg zu wünschen.<br />
Oder aber eine CD einzulegen, genug Proviant einzupacken, nicht mehr auf die Straßenkarte zu gucken und mit ihr einfach immer weiterzufahren.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong><br />
</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Esperame.</strong></span></p>


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		<title>♂ &#124; Zählen oder Nichtzählen, das ist hier die Frage. Secret Society, Teil 2.</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 17:48:15 +0000</pubDate>
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<p><em><span style="color: #000000;">Die beiden Mädchen stoßen die Tür auf, lassen ihre Taschen fallen. Eine entdeckt den Sektkübel mit Champagner und quiekt, die andere hat sich bereits fast auf die Unterwäsche ausgezogen.<br />
Schnitt.<br />
Zwei andere Mädchen veranstalten eine Kissenschlacht. Sie tragen sexy Unterwäsche, sie verfolgen sich durchs Zimmer, fallen lachend zusammen aufs Bett.<br />
Ein etwas untersetzter Typ mit schlechtem Haarschnitt lässt sich zwischen die beiden Schönheiten fallen und animiert die beiden, sich zu küssen.<br />
Zoom.<br />
Genau das tun sie, und dem Grinsen des Typen in der Mitte nach lässt ihn das nicht ganz kalt.<br />
Schnitt.</span></em><span id="more-336"></span><br />
<em><span style="color: #000000;"> Ein etwa kleingewachsener Typ mit Gelhaaren steht zwischen den beiden Mädels vom Anfang. Sie lassen sich gegenseitig Champagner in den Mund laufen. Manchmal aus der Flasche, manchmal aus den Mündern der anderen. Der Gesichtsausdruck des Typen sagt deutlich: Wow, unglaublich, dass ich hier bin! Die tun es! Mit mir!<br />
Die Mädchen kichern, quieken, amüsieren sich.</span></em></p>
<p>Doch halt, amüsieren sie sich wirklich?<br />
Ihre Körper sind heiß und sie setzen sie ein &#8230; <strong>aber ihr Blick ist leer</strong>.</p>
<p>Was wir hier sehen, erklärt der kleine Typ, der heute auch seine Gelhaare trägt, das ist die Secret Society. <strong>Diese Frauen machen alles mit mir, weil ich nicht zähle. Because I don&#8217;t count!</strong></p>
<p>Und das sieht man deutlich.<br />
Diese Mädels haben die ganze Woche auf den Anruf von Rob oder Walter gewartet, die superaussehenden, superverdienenen Typen, die sie neulich in der VIP Area im Club kennengelernt haben. Oder vielleicht auch auf den Anruf von Ken oder Simon, in den sie sich kürzlich beim Hundespazierengehen oder im Kaffeeladen verknallt haben.<br />
<strong>Rob, Walter, Ken, Simon: Das sind die Männer, die zählen.</strong><br />
Das sind die Männer, auf deren Anrufe sie warten, sehnsüchtig, die Männer an die sie denken, wenn sie sich ihre Zukunft vorstellen. Oder wenigstens die kommenden Monate.</p>
<p>Doch statt Ken oder Walter hat Adam angerufen. Adam, der sich in Fachkreisen AFC Adam nennt. Der sagt: Girls, lasst uns übers Wochenende in diese Pension fahren, und ihr zahlt, klar?<br />
Und die Mädchen wägen ab. Das ganze Wochenende neben dem Telefon sitzen und auf einen Anruf warten, mit warmen Wollsocken an den Füßen und Ally McBeal im Fernsehen. Oder mit dem lustigen Adam und seinem komischen Kumpel Champagner trinken und sich bewundern lassen. Den Jungs mal zeigen, was sie für heiße Girls sind. <strong>Adam zählt nicht. Und deswegen sagen sie zu.</strong></p>
<p><strong>So ist das mit dem Nichtzählen.</strong></p>
<p><strong>Man bekommt eine Menge &#8211; Sex, Spaß. Aber was man nicht bekommt, ist das Herz des Mädchens. </strong></p>
<p>AFC Adam steht auf der Bühne und lässt sich bejubeln.<br />
Sein Video mit den heißen Girls hat die Jungs im Publikum verzaubert, das ist es, was sie wollen. Diese absoluten Granaten, und dann auch noch zwei oder drei davon?! Traumland! Und alles was man tun muss, ist ein bisschen Game? Alles was man braucht, ist ein paar Telefonnummern?<br />
Ja, vielleicht ist das sogar so.<br />
Und es ist ja auch tatsächlich so, dass einem beschert wird, wovon man überzeugt ist, es verdient zu haben. Adam ist überzeugt, heiße Frauen verdient zu haben. Er bekommt sie.</p>
<p>Aber sie verlieben sich nicht in ihn &#8211; wenn sie ihn überhaupt mögen.</p>
<p>Und eigentlich ist es doch das, was alle wollen. Vor allem die wissbegierigen Jungs da unten im Saal.<br />
<strong>Frauen, die sie bewundern, schätzen, verehren, lieben. Frauen, für die sie zählen.<br />
Damit am Morgen nicht nur der Champagnerkater übrig bleibt, sondern ein gutes, echtes Gefühl. </strong></p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Esperame.</span></strong></p>


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		<title>♂ &#124; Dress Less oder Victoria’s Secret? Eine Ode ans Drunter vom Drüber.</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 08:40:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Komm Baby, strip&#8217; für mich, zieh dich aus, strip&#8217; für mich. Ich hab auch ganz bestimmt genügend Scheine mit für dich. Wir stehen vor einem Schaufenster in der Innenstadt. Ich bewundere die Unterwäsche, passender BH und Slip, wunderschön. Und natürlich unbezahlbar. Während ich vor meinem inneren Auge den Platz mit der Schaufensterpuppe tausche und mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/bride-artikel.bmp" alt="" /></p>
<p><em>Komm Baby, strip&#8217; für mich, zieh dich aus, strip&#8217; für mich.<br />
Ich hab auch ganz bestimmt genügend Scheine mit für dich.</em></p>
<p>Wir stehen vor einem Schaufenster in der Innenstadt. Ich bewundere die Unterwäsche, passender BH und Slip, wunderschön. Und natürlich unbezahlbar. Während ich vor meinem inneren Auge den Platz mit der Schaufensterpuppe tausche und mich selbst in der sexy Unterwäsche mit dezenter Spitze und ein paar durchsichtigen Streifen an genau der richtige Stelle sehe, sagt er zu mir: <em>„Schau mal, das ist ja geil, so was solltest du auch mal tragen!&#8221;</em><span id="more-327"></span></p>
<p>Stille. Blut pulsiert. Unglaube. Was hat er da gesagt? Das hat er doch nicht&#8230; doch, hat er. Ich atme dreimal tief durch, langsam, beruhigend. Ich drehe mich zu ihm und sage <em>„Du, das habe ich, das tue ich, aber ich denke gerade stark darüber nach, ob ich es in Zukunft wirklich noch machen werde&#8221;.</em></p>
<p>Und warum? <strong>Ich bin eine Frau. Ich möchte mir selbst gefallen, und ich möchte selbstverständlich auch dem gefallen, mit dem ich mein Bett teile. Also trage ich schöne Unterwäsche. Unterwäsche, die mir gefällt. Unterwäsche, von der ich denke, dass sie ihn auch anturnt.</strong> Sei es rote Unterwäsche mit Sternen, Punkten oder Spitze; sei es schwarze Unterwäsche mit einem BHs der sich vorne zwischen den Brüsten öffnet; sei es ein Hipster, ein Tanga oder ein String aus hauchdünnem Stoff, der sich so gut anfühlt auf meiner Haut und vor allem auch auf seiner Haut &#8211; und seinen Fingern, wenn er mich durch den sanften Stoff berührt und spüren kann, wie sehr es mir gefällt.</p>
<p><strong>Die Auswahl der Unterwäsche bestimmt, wie ich mich fühle.</strong> Ich habe Alltagsunterwäsche, Sportunterwäsche, Clubunterwäsche, Entspannungsunterwäsche und Sexunterwäsche. Während ich in meiner Schublade für Club- oder Sexunterwäsche wühle, stelle ich mir schon vor, wie er sie später auf den Boden wirft, wie der BH-Träger an der Bar in meinem Lieblingsclub aus dem Oberteil hervorblitzt, oder wie man unter dem dünnen Rock erahnen kann, dass der String, den ich trage, von zwei seidigen Bändchen gehalten wird. <strong>Ich koche voller Vorfreude ein Unterwäschemenü, das ihm hoffentlich schmeckt!</strong></p>
<p>Wir tanzen, er kommt näher und sagt, wie scharf er darauf ist, mich gleich mit nach Hause zu nehmen. Ich nehme seine Hand und führe sie an meinem Rücken herunter unter den Rockbund, so dass er spüren kann, was ich trage. Wir sind scharf. Es blitzt schwarz hervor. Schwarze Spitze. Und weil es so warm im Club ist, gehe ich kurzerhand zur Toilette und drücke ihm bei meiner Rückkehr meinen feuchtem Slip in die Hand. Wir tanzen noch eine Weile und fühlen uns wie zwei Agenten auf geheimer Mission: Wir teilen top secret &#8211; Wissen. Sex-Wissen. Slip-Wissen.</p>
<p>Drei Stockwerke, Schlüssel im Schloss, ein großes Bett. Welchen BH trage ich heute? Oh ja, den sexy knappen, den mit den Punkten, den mit der Schleife am Träger,<br />
<strong>&#8230;und den er gar nicht sieht!</strong></p>
<p>Denn wie es so seine Art ist, hat er den BH schon längst geöffnet, bevor mein Shirt überhaupt ausgezogen ist. Wunderbar, jetzt baumelt das Ding lustlos und irgendwie unsexy an mir herum. Die Bügel drücken mir in die Seite und mein Busen präsentiert sich irgendwie nicht halb und nicht ganz. Danke. Bitte nicht!<br />
Vorher hat er noch beherzt in den BH gegriffen und meine Brust massiert. Irgendwie finde ich das auch nicht so geil. Erstens leiert es den BH aus und zweitens könnte er doch viel besser hantieren, wenn er mir den BH einfach auszieht. Aber bitte <strong>nach </strong>dem Shirt.<br />
Denn wenn der BH schon vor der Einheit Shirt geöffnet und halb ausgezogen ist, dann wird er mit Sicherheit beim Ausziehen des Shirts mit demselben Handgriff unbeachtet in der Ecke landen &#8211; <em>unter dem Shirt.</em></p>
<p>Und wenn ich meinen Slip nicht schon im Club ausgezogen habe, dann wünsche ich mir doch, dass er ihn nicht direkt zusammen mit meiner Jeans herunterzieht, sondern ein paar Sekunden innehält und mal schaut, wohin mich der Griff in meine Sexunterwäsche-Schublade heute geführt hat.<br />
<strong>Denn ich trage schöne Unterwäsche. Unterwäsche, die beachtet werden will! Sexy Unterwäsche. Für mich. Und für ihn.</strong><br />
Doch weil er sich die zwei Minuten Zeit nicht nimmt und meinen Körper in der köstlichen Unterwäsche, die ich ihm hier serviere, betrachtet, bekommt er davon gar nichts mit.</p>
<p>Und deshalb fällt jetzt dieser Satz, als wir vor dem Schaufenster stehen.<br />
Aber natürlich mache ich es wirklich noch. Schöne Unterwäsche tragen. Weil an diesem Tag vor dem Schaufenster nicht nur dieser Satz fiel. Denn auch er hat eigentlich den Sinn fürs Schöne &#8211; und den Sinn für schöne Unterwäsche. <strong>Doch meist ist ihm die Geilheit irgendwie dazwischengekommen und der Gedanke an zwei nackte Körper aufeinander haben ihm den Sinn für die zwei wichtigen Dinge des Drunters &#8211; BH und Slip &#8211; vernebelt.</strong></p>
<p>Jetzt hält er oft inne. Reibt seine Nase an dem seidigen Stoff des Slips, leckt am Rand des BHs entlang und lässt den String durch seine Finger gleiten.</p>
<p>Und ich greife nun noch beherzter in meine Schublade und fülle sie immer weiter. Weil ich weiß, dass es Männer gibt, die das <strong>schön verpackte Geschenk des nackten Frauenkörpers</strong> gerne betrachten und befühlen, bevor sie sich wie damals unterm Weihnachtsbaum ans Aufreißen der Geschenke machen.</p>
<p><em>Klamotten runter, ganz langsam, bis auf BH und String.<br />
Ich setz mich hin, ich bin gespannt, was dieser Abend bringt.</em></p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">The Bride</span></strong></p>
<p><em></em><br />
<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/9cc63de1c62f4f22b6f687948b7efae5" width="1" height="1" alt=""></p>


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		<title>♂ &#124; Ficken, Bumsen, Blasen &#8211; oder: Die sprachlichen Feuchtgebiete</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 10:16:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[The only aphrodisiac I need is your voice. Hearing you speak my name. Beckoning me to answer. Telling me you want me. Ich mag Sex. Und ich rede gerne. Ich denke oft an Sex. Und ich sage gerne, was ich denke. Ergo: Ich rede gerne über Sex. Mal durch die Blume, mal plakativ, mal platt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/bride-artikel.bmp" alt="" /></p>
<p><em>The only aphrodisiac I need is your voice. Hearing you speak my name.<br />
Beckoning me to answer. Telling me you want me.</em></p>
<p>Ich mag Sex. Und ich rede gerne. Ich denke oft an Sex. Und ich sage gerne, was ich denke. Ergo: Ich rede gerne über Sex. Mal durch die Blume, mal plakativ, mal platt, mal hintenrum, mal offensichtlich. Scheide, Muschi, Pussy, Penis, Schwanz, einäugige Riesenschlange &#8211; unendlich viele Worte, ein Thema: Sex.<span id="more-285"></span></p>
<p>Und sei er noch so alltäglich, der Umgang mit ihm &#8211; dem Sex &#8211; ist vielschichtiger denn je. Von erschrockenen Blicken, Aufforderungen, doch bitte die Stimme etwas zu senken bis hin zu aufregenden und spannenden Gesprächen in der U-Bahn &#8211; alles ist möglich. Ich muss nicht wie Charlotte Roche detailliert mit dem Holzhammer beschreiben, welche Löcher sich wofür eignen und wie man sich am besten auf diverse Penetrationsformen vorbereitet, aber ich setze doch gerne den filigranen Schraubstock an und formuliere, was mir Spaß macht. Und vor allem, was ich mir wie vorstelle, wo, weshalb, mit wem und überhaupt.</p>
<p><strong>Über Sex zu reden ist wichtig. Sei es in einer Partnerschaft, mit dem gelegentlichen Bett- oder Küchenbodenpartner oder dem einmaligen Abenteuer. Denn nur wer dem anderen zu verstehen gibt, was er will, bekommt dies auch. Und nur, wer im Bett das bekommt, was er will, hat guten Sex. </strong></p>
<p>Nun kommen wir aber zu jenen Zeitgenossen, die besonders gerne im Bett &#8211; vor, nach und beim Sex &#8211; das gemeinhin als <em><strong>Dirty Talk</strong></em> bekannte Werkzeug der Verführung einsetzen (wollen). Um den Sex besser zu machen. Um den Sex aufregender zu machen. Um den Sex abwechselnder zu machen. Aber wer hoch steigt, kann tief fallen. Und dies geschieht leider sehr oft in den oralen Gebirgslandschaften der Sexualität.</p>
<p><strong>Gerade wir Frauen reagieren auf Worte.</strong> Wenn ihr uns erzählt, was ihr alles mit uns anstellen wollt, wie ihr uns verwöhnen wollt und vor allem wann und wie lange. <strong>Doch Dirty Talk ist eine Gratwanderung, bei der man schnell ausrutschen kann.</strong> Dann wird das Gesamtpaket träge, irritierend, skurril und vor allem eins: Lächerlich.</p>
<p>Ich lasse mich gerne auf Wortreisen ein. Aber sind sie zu offensichtlich, (NLP-) platt und einfallslos, reagiere ich mit Belustigung. Kontraproduktiv ist auch der direkte Checkgriff in mich hinein, ob den Worten feuchte Realitäten gefolgt sind.<br />
Während <em>„Hey Babe, ich will dein Badewasser saufen&#8221;</em> noch positiv mit einem Schmunzeln von mir aufgenommen wird, stellen sich mir die Haare zu Berge bei deplatzierten Ansagen wie <em>„Ja, du geile Schlampe, ich besorg&#8217;s dir jetzt so richtig, dass dir Hören und Sehen vergeht. Lutsch ihn bis zum Anschlag, und zeig mir wie geil du ihn findest, du feuchte Fotze.&#8221;<br />
</em>Wobei ein <em>„Du bist so eine geile Sau, ich steh total auf dich und deinen Geruch&#8221;</em> absolut nicht fehl am Platze ist.</p>
<p><strong>Dirty Talk ist also eine subjektive Gratwanderung, über der stets das Damoklesschwert der Lächerlichkeit schwebt.</strong> <strong>Hier die richtige Mixtur an aufgeilenden und nicht abturnenden Worten zu finden, erfordert Feinfühligkeit und vor allem ein Einstellen auf den Bettpartner.</strong></p>
<p>Was Nadine gefällt, schreckt Sabine ab.<br />
Worauf Peter voll abfährt, irritiert Christoph zutiefst.</p>
<p>Ein langsames Herantasten an die richtige Wortintensität und Formulierung ist immer besser als ein brachiales <em>„Ich fick dich durch die Wand&#8221;</em>, weil „es Nadines Grotte zum Tropfen brachte und deshalb ja jeder gefallen muss!&#8221;</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Reden &#8211; Beobachten &#8211; Reaktion aufnehmen &#8211; Eskalieren.</span></strong></p>
<p><strong>Weniger ist im Bett oft mehr.</strong> <strong>Am Küchentisch hingegen kann mehr oft Wunder wirken.</strong> Das entspannte Reden über die Sexualität lässt Grenzen verschwimmen, Hüllen fallen und Dinge möglich machen, von denen man bisher nur gewagt hatte zu träumen.<br />
<em>„Hättest du nicht mal Lust auf&#8230;&#8221;<br />
„Wenn du das machst, dann finde ich&#8230;&#8221;<br />
„Das könntest du länger&#8230;&#8221;</em></p>
<p>Auch hier ist langsames Rantasten, die ein oder andere sexuelle Anspielung nebenher oder der sexuelle Klaps auf den Po im Vorbeigehen förderlich. Nicht jede bekommt wie Bride bei den Worten Schwanz, Pussy, Analpleasureville, Strap-On, Liebeskugeln, Dreier, Vierer oder Fünfer leuchtende Augen und holt das Geschichten-Nähkästchen heraus.</p>
<p><strong>Und vor allem: Lasst Worten Taten folgen!</strong></p>
<p>You fucking me makes me bilingual.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">The Bride</span></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/3123078882de4d99bf3daa1710570dbb" width="1" height="1" alt=""></p>


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		<title>♂ &#124; Warten auf Godot. Oder: Was tun, wenn sich nichts tut?</title>
		<link>http://www.annaprinzip.de/2008/10/warten-auf-godot/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 15:06:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Karl sitzt neben Sabine und hilft ihr bei ihren Computerproblemen. Eigentlich müsste er unbedingt mal aufstehen, sein linkes Bein ist eingeschlafen, und das schon seit einer halben Stunde. Das Problem nur: In dem Moment, wo er aufstehen, sich strecken würde, bekäme Sabine zu sehen, was Karl ein bisschen peinlich ist. Seine Erektion. Auch schon seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/esperame-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Karl sitzt neben Sabine und hilft ihr bei ihren Computerproblemen. Eigentlich müsste er unbedingt mal aufstehen, sein linkes Bein ist eingeschlafen, und das schon seit einer halben Stunde. Das Problem nur: In dem Moment, wo er aufstehen, sich strecken würde, bekäme Sabine zu sehen, was Karl ein bisschen peinlich ist. Seine Erektion. Auch schon seit einer halben Stunde.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Sabine &#8230; sie riecht so gut. Und ihre Haare &#8230; eigentlich würde er die gerne mal anfassen. Und wie sie sich so konzentriert durch die Menüs klickt, muss er immer auf den BH-Träger schauen, der ihr von der Schulter gerutscht ist &#8230; Schluss jetzt. Krieg, Seuchen, Pest, Cholera, Geburtstag von Tante Gisela &#8230; Es hilft alles nichts. Er ist gefangen. Zwischen Sabineverehrung, Erektion und eingeschlafenem Bein.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Eine ausweglose Situation?<span id="more-274"></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Sabine ihrerseits fragt sich nämlich seit einer guten Stunde, was sie hier eigentlich machen. Ihr Computer hatte bis heute Nachmittag hervorragend funktioniert, erst seit sie beherzt ein paar wichtige Dateien gelöscht hat, hatte sie einen guten Grund, Karl aus dem Seminar anzurufen. Und jetzt sitzen sie hier und &#8230; genau. Und nichts. Vielleicht interessiert er sich nur für Computer. Vielleicht hat er eine Freundin &#8230; vielleicht findet er sie unattraktiv. Das wird es sein. Er steht einfach nicht auf sie, will nur nett sein.<br />
Oder sollte sie doch? Hm &#8230; einfach mal ihre Hand auf sein Bein? Und wenn er sie dann aufdringlich findet? Nein, sowas macht sie nicht.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Es gibt eine ganz einfache Regel, was den richtigen Zeitpunkt angeht.<br />
Er war ungefähr vor 10 Minuten.</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Jetzt fragst du natürlich: <em>Aber wooooher weiß ich denn, ob sie das auch will?</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>Es könnte doch sein, dass sie ihre nackten Füße nur auf meinen Schoß gelegt hat, weil ihr kalt ist?<br />
Es könnte doch sein, dass sie hier in Unterwäsche neben mir im Bett schläft, weil sie nett sein will und mir einen Schlafplatz anbietet?<br />
Es könnte doch sein, dass wir hier seit 2 Stunden zusammen auf der Bank sitzen, weil zuhause noch eine Menge Hausarbeit auf sie wartet?<br />
Es könnte doch sein, dass sie mich morgens um 3 anruft, weil sie jemanden zum reden braucht?<br />
Es könnte doch, es könnte doch?</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Nein, könnte es nicht.<br />
Und wenn, wirst du es herausfinden. Indem du es ausprobierst. </span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>Aber, </em>sagst du jetzt,<em> Sabine könnte doch auch was tun? Wieso küsst sie denn den Karl nicht einfach? <strong>Also, ICH wäre froh, wenn eine Frau mal den ersten Schritt macht!</strong></em></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Genau, mein Junge, und da liegt der Hund begraben.<br />
Wärst du nicht froh, sondern eigentlich bereit, es selbst zu tun, und würde es sich einfach so ergeben, dass sie es tut, weil es in dem Moment egal ist, weil es klar ist, dass es gleich passieren wird &#8230; dann wäre auch nichts dabei.<br />
Aber: so ist es ja nicht.<br />
<strong>Du wärst froh, weil du nicht den Mumm hast, es selbst zu tun.</strong><br />
Damit nimmst du dir selbst aber einen wichtigen Part &#8211; nämlich den, die Richtung vorzugeben. Gleichzeitig gibst du ihr die Zügel in die Hand, obwohl sie das Pferd gar nicht führen will.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wenn Sabine Karl küsst, wird sie nie herausfinden, ob er den Mut gehabt hätte, es selbst zu tun. Das wird ihrer Sicht seiner Männlichkeit empfindlich Abbruch tun &#8211; und das wird Karl vielleicht nicht heute merken, nicht in den ersten drei Monaten, vielleicht nichtmal im ersten Jahr. Aber irgendwann wird es sich schleichend bemerkbar machen &#8230; dass Sabine eigentlich denkt, er hat&#8217;s nicht drauf. S<strong>chließlich musste ja sogar sie ihn küssen, sonst wäre nie was passiert!</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Doch so weit kommt es nicht.<br />
</span><span style="color: #000000;">Sabine, immer noch neben Karl am Schreibtisch, immer noch zweifelnd, was sie hier tun, fasst einen letzten, rettenden Plan. Ihre Augen, sagt sie und steht auf, tun schon richtig weh vom langen Bildschirmarbeiten &#8230; und ob er auch einen Tee mag? Sie geht in die Küche, kommt kurze Zeit später mit zwei Tassen wieder und setzt sich aufs Sofa. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Karl, froh endlich aus seiner misslichen Lage entkommen zu können, kommt von der Toilette zurück. Sieht sie da auf dem Sofa sitzen, neben ihr ein Platz frei. Zwei Tassen. Ein Platz. Sie fände das jetzt sicher aufdringlich, wenn er sich so direkt neben sie &#8230; ? Lieber nicht. Lieber Gentleman sein, denkt er, nimmt eine Tasse und setzt sich auf den Schreibtischstuhl.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Mit einem Seufzer trinkt Sabine ihre Tasse aus und sagt: Ich glaube, ich muss jetzt dann auch los zum Yoga. Nett, dass du mir geholfen hast, man sieht sich in der Uni!<br />
Und eine Woche später ist sie mit Uwe zusammen, der im Wohnheim die Parties veranstaltet, und Freitagnacht einfach an ihrer Tür geklopft hat.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Das nennt man dann wohl Selektion.</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="color: #ff0000;">Esperame.</span><br />
</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><br />
</span></p>


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