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	<title>annaprinzip &#187; Outer Game</title>
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		<title>Völker, Hört Die Signale. Oder: Merken, Dass Was Geht &#8211; Teil I.</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 18:14:55 +0000</pubDate>
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<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p><em>Volker, hör die Signale!</em><br />
(anonym)</p>
<p>Er sagt: <em>Ehrlich, ich check nie, wenn mich eine mag. Ich hör das immer erst hinterher von meinen Freunden, aber wenn ich frage, woher die das wissen wollen, dann können sie&#8217;s mir auch nicht genau sagen. Das sieht man halt, das war doch total klar, so wie die dich angeschaut hat &#8230; okay, okay, aber können die das nicht nächstes Mal ein bisschen früher erkannt haben? Damit ich vielleicht noch ne Chance hab, die Sache irgendwie in Gang zu bringen, bevor sie mit ihren Freundinnen weitergezogen ist?</em></p>
<p>Könnten sie. Wenn sie wüssten, wie.<span id="more-859"></span></p>
<p>Sie sagt: <em>Ich wüsste echt nicht, was ich noch tun sollte, damit es einer checkt. Ich meine, ich guck ihm tief in die Augen, ich lache über den blödesten Witz und rücke auch noch total nah an ihn ran, als wir nebeneinander stehen. Ich meine, er hätte doch mal merken können, dass er mich mal küssen könnte! Oder nach meiner Nummer fragen. Herrgott nochmal. Stattdessen erzählt und erzählt er und irgendwann ziehen mich die Mädels weg und sagen, komm lass den doch, der kommt ja nie zu Potte. Und recht haben sie. Aber könnte mir mal einer verraten, wie ich das ändern kann?</em></p>
<p>Klar, wenn sie nur wüssten, wie.</p>
<p><strong>Das &#8220;Merken, dass da was geht&#8221; gehört zu den schwierigsten Übungen. Für beide Geschlechter.</strong><br />
Abendelang mühen wir uns durch Gespräche, bei denen wir uns wahlweise fragen, ob das was möglich ist oder ob da mal was passiert. Die Signale, die Signale &#8230; welche waren das nochmal? Und waren sie das jetzt schon, oder irre ich mich? Kriege ich jetzt eine geknallt, wenn ich versuche, sie zu küssen? Denkt er, ich bin aufdringlich, wenn ich noch näher rücke? Oder &#8230; IST DA VIELLEICHT GAR KEIN INTERESSE???<br />
Hinterher hören wir uns dann von unseren wohlmeinenden Freunden an, dass wir eine Situation total falsch eingeschätzt hätten. Vielleicht, als Krönung des Versagens, haben wir ihn oder sie noch vor Aufbruch von der Party mit einer anderen, an uns total nicht heranreichenden Unperson knutschen sehen. Na super. <strong>Dann nehmen wir uns fest vor, beim nächsten Mal etwas eindeutiger zu sein, etwas forscher, etwas mutiger und überhaupt, nächstes Mal nicht diejenigen zu sein, die allein nach Hause fahren. </strong>Wie wir das anstellen, wissen wir noch nicht, und bis zur nächsten Party haben wir die Frage auch geschickt verdrängt. Kann man ja eh nicht beeinflussen. Ist ja eh alles Schicksal. Und überhaupt.</p>
<p>Das stimmt natürlich nicht ganz.<br />
Man muss es nicht gleich wissenschaftlich angehen, muss nicht untersuchen, ob sie besonders oft lächelt (will geküsst werden) oder beim Lachen die Zähne zeigt (will eher nicht geküsst werden), sich durch die Haare fährt (findet dich attraktiv) oder den Blick zwischen Augen und Mund hin und her wandern lässt (will sofort geküsst werden!).</p>
<p><strong>Es gibt allerdings einige Fakten, die das Leben leichter machen.</strong></p>
<p><em>Für euch, Jungs:</em></p>
<ul>
<li> Es wird euch keiner abnehmen, den ersten Schritt zu tun. Klar, wenn du lang genug wartest, und sie es denn unbedingt will, wird sie dich zuerst küssen. Aber sei dir dann darüber klar, dass sie sich nie unsterblich in dich verlieben wird.</li>
<li> Wenn sie nicht weggeht, dann deshalb, weil sie gern in eurer Gesellschaft ist. DAS IST EIN GUTES ZEICHEN!</li>
<li> Wenn sie wiederkommt, dann deshalb, weil sie gern in eurer Gesellschaft ist. Ja, auch das ist ein gutes Zeichen.</li>
<li> John Wayne wusste es, Johnny Knoxville wusste es, und Superman sowieso: Den Mutigen gehört die Welt. Wer auf Nummer sicher geht, verpasst das Beste und wundert sich zum Schluss. Die sichere Nummer ist so sexy wie ein Besuch beim Steuerberater.</li>
</ul>
<p><em>Für die Mädels:</em></p>
<ul>
<li>Wenn ihr immer wegschaut und nicht antwortet, wird er nie wissen, dass ihr an ihm interessiert seid. Es hilft, den Mund aufzumachen. Es hilft noch mehr, ihm dabei in die Augen zu schauen.</li>
<li>Wenn er es nicht schafft, nach eurer Nummer zu fragen oder euch zu küssen, braucht ihr euch auch nicht die Augen auszuheulen wegen ihm. Wenn er das schon nicht hinbekommt, wird es auch sonst nichts mit ihm.</li>
<li>Wenn ihr ihn haben wollt, gebt ihm doch auch die Gelegenheit dazu. Sich im Kreise der Freundinnen zu verstecken, hat noch keinen animiert, euch als die Traumfrau zu erkennen, die ihr selbstredend seid.</li>
<li>Nein, ihr müsst nicht den ersten Schritt tun. Aber ihr könnt ihm den Weg zeigen. Spontane Berührungen, die Aufforderung, zusammen einen ruhigeren Ort aufzusuchen, das darf durchaus von euch kommen. Genauso wie der zweite oder dritte Schritt, nachdem der erste gemacht wurde. Niemand geht gern allein.</li>
</ul>
<p>Jeder Schritt in eine bestimmte Richtung ist eine Reise auf unbekanntem Terrain. Keine zwei Menschen reagieren gleich. Was bei dem einen funktioniert, kann dem anderen sauer aufstoßen. <strong>Empathie und Hingabe, und zwar an die Situation im Hier und Jetzt, retten vor der befürchteten Karambolage. Wer genau hinschaut, kommt nicht vom Weg ab. Wer aber zu viel nachdenkt, stolpert.</strong></p>
<p><strong>Und wer sich in Ausreden vergräbt, wer seine Ängstlichkeit den Ausgang des Abends bestimmen lässt, muss sich nicht wundern, wenn er wieder und wieder allein nach Hause gehen muss.</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Esperame.</strong></span></p>


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		<title>♂ &#124; Lieblingssätze III. Sie sagt: &#8220;Lass es uns langsam angehen.&#8221;</title>
		<link>http://www.annaprinzip.de/2009/11/dogtown-lieblingssaetze-teil-dre/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 21:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
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<p><em>Wir kennen uns ja noch nicht so lang, sagt sie, und ich mag dich wirklich &#8230; aber ich würd es gern langsam angehn lassen. Ist das okay für dich?</em></p>
<p><strong>Klar, denkst du, super, sie hat ja auch recht. Warum irgendwas übereilen?<br />
Am Ende hängt man dann in einer total engen, festen, exklusiven Zweierbeziehung mit allen Rechten und Pflichten &#8230; </strong>und dann stellt sich z.B. raus, dass sie total auf, sagen wir mal, Twilight steht. Und zwar so arg, dass sie von ihren Freundinnen den Schlüpper mit dem Gesicht von Edward Cullen geschenkt bekommt. Und ihn toll findet. Und trägt. Im Bett!<span id="more-496"></span></p>
<p><strong>Super also, denkst du, dass du endlich mal eine vernünftige Frau gefunden hast, die ebenso wie du (und nach dieser Ansage bleibt dir ohnehin nicht die Wahl), nach der Devise &#8220;drum prüfe, wer sich ewig bindet&#8221; lebt.</strong> Klasse. Erstmal ganz in Ruhe gucken, ob man zusammen passt. Über die gleichen Comediens lacht, Spaghetti lieber weich gekocht als al dente mag und den sonntäglichen Tatort unter keinen Umständen verpasst (außer er kommt aus Stuttgart).</p>
<p>Es vergeht also ein bisschen Zeit und ihr lasst es langsam angehen.</p>
<p>Irgendwann fällt dir allerdings auf, dass das langsam angehen vor allem bedeutet, dass du nicht sauer sein darfst, wenn sie mal zwei Tage nicht ans Handy geht. Und dass sie dich als &#8220;der Robert von der Uni&#8221; vorstellt und nicht als &#8220;mein Freund&#8221;. Dass sie im November noch nicht über ihre Silvesterpläne sprechen möchte und ganz allgemein irgendwie &#8230; j<strong>a, du kannst es noch nicht so genau sagen, aber irgendwie &#8230; einen Tick zu langsam ist für deinen Geschmack.</strong></p>
<p>Bis zu dem Tag, als sie plötzlich sagt, du ich glaub, wir müssen mal reden. Kurz vor Silvester ist das. Irgendwie, sagt sie, hat es nicht so richtig gefunkt zwischen euch. Sie findet dich ja super und mag dich total gern, aber sie hat in den letzten Tagen einfach ganz doll gemerkt, dass es das nicht ist. Deshalb fliegt sie jetzt mit ihrer besten Freundin nach Barcelona, für Silvester. Sie muss nämlich mal raus, so ein Mädchending machen. Das tut ihr auch schrecklich leid, denn du bist echt ein toller Kerl, aber es hat eben nicht funktioniert.</p>
<p><strong>Da sitzt du jetzt. Und warst so langsam, dass es schon vorbei ist, bevor es begonnen hat.</strong></p>
<p>Wie ungerecht! Dann fällt dir ein, wie das Sprichwort weiter geht: <em>Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was Bessres findet.</em></p>
<p>Der Volksmund weiß, wenn eine Frau es langsam angehen lassen will, dann stellt sie dich auf die Warmhalteplatte. Da brodelst du leise vor dich hin, immer schön auf Trinktemperatur. Man verbrennt sich an dir nicht die Lippen, aber wenn du zu lange geköchelt hast, schmeckst du irgendwann fad, ein bisschen abgestanden und vielleicht stellt sie fest, sie mag <em>Filterkaffee </em>eigentlich gar nicht, den trinkt sie nur im Büro, und wenn ihr das richtige Café begegnet, dann entscheidet sie sich lieber für einen <em>Espresso</em>! Oder einen <em>Latte Macchiato</em>. Irgendwas mit einem aufregenden italienischen Namen oder etwas, das in den Supergrößen <em>Tall </em>und <em>Grande </em>daher kommt. Sorry, sagt sie dann, ich dachte, du könntest mir schmecken, dachte ich echt, und vom Prinzip her bist du nicht falsch, aber &#8230; danke, aber nee danke.</p>
<p>Hätte es irgendeine Möglichkeit gegeben, der Thermoskannenfalle zu entgehen?<br />
Sicher.<br />
<strong>In dem du nicht mit &#8220;okay, cool&#8221; geantwortet hättest.</strong><br />
Außer natürlich, du warst gerade selbst auf der Suche nach deinem persönlichen <em>Caffè corretto</em> &#8230;</p>
<p><em>Drum prüfe, wer sich ewig bindet,<br />
Ob sich das Herz zum Herzen findet!<br />
Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.</em><br />
(Schiller)</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Esperame.</strong></span></p>
<p>Hier geht es zu <a href="http://www.annaprinzip.de/2008/12/dogtown-lieblingssaetze-teil-eins/">Teil I</a> und <a href="http://www.annaprinzip.de/2009/02/dogtown-lieblingssaetze-teil-zwei/">Teil II</a>.</p>


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		<title>♀ &#124; Die Netten Jahre Sind Vorbei.</title>
		<link>http://www.annaprinzip.de/2009/07/die-netten-jahre-sind-vorbei/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 21:27:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Don&#8217;t take my kindness for weakness. (Dilated Peoples) Du weißt, sagt sie, ich bin ganz grundsätzlich total entspannt. Ich bin eins von den coolen Mädchen, nicht nachtragend, nicht zickig, ich fordere nie zu viel. Ich verdammt noch mal mehr Verständnis als Margarete Schreinemakers. Es braucht echt einiges, um mich auf die Palme zu bringen. Aber [...]]]></description>
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<p><em>Don&#8217;t take my kindness for weakness.</em></p>
<p>(Dilated Peoples)</p>
<p></br><br />
<em>Du weißt</em>, sagt sie, <em>ich bin ganz grundsätzlich total entspannt. Ich bin eins von den coolen Mädchen, nicht nachtragend, nicht zickig, ich fordere nie zu viel. Ich verdammt noch mal mehr Verständnis als Margarete Schreinemakers. Es braucht echt einiges, um mich auf die Palme zu bringen. Aber mit der Aktion hat er es echt geschafft</em> &#8230;<span id="more-764"></span></p>
<p>So sind wir. Wir wollten nie so sein wie die Zickentussis. Wir wollten die anderen sein, die, mit denen man Spaß haben kann, mit denen man rumhängen kann. Auf Augenhöhe.</p>
<p><strong>Und jetzt? Haben wir den Salat.</strong></p>
<p><strong> </strong>Ich kann schon nicht mehr zählen, wie oft ich dieses Lamento gehört habe, von Mädchen, die ich für brauchbar, cool, entspannt und absolut konfliktfähig halte. Und die (wie ich selbst zu oft) am Rande der Verzweiflung sind, wenn sie sehen, dass ihre Entspanntheit für Schwäche, ihre Coolness für Wurstigkeit gehalten, ihre nette, nicht nachtragende Art einfach ausgenutzt wird. Von Jungs, die das für selbstverständlich halten. <strong>Die denken, wenn etwas nicht bestraft wird, dann war es wohl richtig.</strong></p>
<p><span style="color: #000080;">Er hat sie nicht angerufen, und stand erst drei Tage später mit einem Sack schmutziger Wäsche vor ihrer Tür?</span></p>
<p><span style="color: #800080;">Na ja, wenn sie ihn reinlässt und keine Szene macht, dann war&#8217;s wohl nicht so schlimm. Nächstes Mal bringt er vielleicht noch drei Kumpels und einen Kasten Bier mit, unangekündigt natürlich, weil ihr Fernseher größer ist.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Er macht vor ihren Augen mit einer anderen rum?</span></p>
<p><span style="color: #800080;">Na ja, wenn sie ihn am Ende des Abends trotzdem mit nach Hause nimmt und ihm morgens noch einen Kaffee kocht, dann wollte sie es ja selber so. Hat sie wohl heiß gemacht, die Kleine.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Er dreht sich mitten im Gespräch um und redet mit jemand anderem? Er beendet ein Telefonat spontan, weil grade irgendwas im Fernsehen kommt und ruft einfach nicht mehr zurück? Er lässt sie ständig das Taxi/ die Getränke/ das Frühstück bezahlen?</span></p>
<p><span style="color: #800080;">Scheint ihr doch nichts auszumachen, hey, das macht sie sogar gern. Wegen solcher Kleinigkeiten würde sie ihm doch niemals eine Szene machen! Schließlich haben so alle ihre Freiheiten, ist doch super.</span></p>
<p>Und wenn ihr Wochen später der Kragen platzt und sie ihren ganzen angestauten Frust los wird, guckt er sie nur mit großen Augen an. Daran kann er sich gar nicht erinnern! Das war bestimmt nicht so gemeint! Selber schuld, wenn sie sich alles bieten lässt!</p>
<p>Richtig. Selber schuld. <strong>Wie bei Kindern oder jungen Hunden kann man nicht auf selbstständige Mitarbeit hoffen. Und wie bei Kindern oder jungen Hunden müssen Respektlosigkeiten sofort geahndet werden, sonst können sie sich später gar nicht mehr erinnern, wofür es jetzt Ärger hagelt.</strong> Und sind nur verwirrt. Dann hat man jede Menge Stress am Hals aber nichts gewonnen.</p>
<p>Wir wurden in der irrigen Annahme erzogen, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Wir sind davon ausgegangen, dass wir, wenn wir uns zusammen tun, an einem Strang ziehen. Wir sind davon ausgegangen, dass wir, wenn wir aus demselben Stall kommen, auch gemeinsame Ziele haben. Gemeinsame Grundsätze. Gemeinsame Wertvorstellungen, Höflichkeitsformen &#8230; dass man, ganz allgemein, einen erwachsenen Mann nicht noch weiter erziehen muss.</p>
<p><strong>Wir haben uns geirrt.</strong></p>
<p><strong>Wenn Nettigkeit als Schwäche gilt, dann sind die netten Zeiten jetzt vorbei.</strong></p>
<p><strong>So kommen wir nicht weiter &#8211; aber das müssen wir ja auch nicht.</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Esperame.</strong></span><br />
<br /></br></p>
<p style="padding-left: 30px;">Discalaimer: Selbstverständlich gilt all das nicht nur für Männer, sondern für alle Egoisten im zwischenmenschlichen Bereich &#8211; seien sie Freunde, Kollegen oder Familienmitglieder. Nur damit sich niemand ausgenommen fühlen muss &#8230;</p>


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		<title>It&#8217;s Getting Hot In Here &#8230; Ein Plädoyer für die Oberbekleidung.</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 11:52:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Weibliche Nacktheit muss man den Männern mit dem Teelöffel geben, nicht mit der Schöpfkelle.&#8221; Coco Chanel Sommerliche Temperaturen, entblößte Leiber überall. Was wir den Rest des Jahres nur bei RTL2 zu sehen bekommen, ist ab Mitte Juni in jeder mittleren Kleinstadt Kleiderordnung. Nämlich fast nichts. An sich eine gute Sache, sagen diejenigen, die ihre Körpertemperatur [...]]]></description>
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<p><em>&#8220;Weibliche Nacktheit muss man den Männern mit dem Teelöffel geben, nicht mit der Schöpfkelle.&#8221;</em></p>
<p>Coco Chanel</p>
<p>Sommerliche Temperaturen, entblößte Leiber überall.</p>
<p>Was wir den Rest des Jahres nur bei RTL2 zu sehen bekommen, ist ab Mitte Juni in jeder mittleren Kleinstadt Kleiderordnung. Nämlich fast nichts.<span id="more-755"></span></p>
<p>An sich eine gute Sache, sagen diejenigen, die ihre Körpertemperatur auf diese Weise erträglich halten und medizinisch argumentieren: Nicht nur sterben sie keinen Überhitzungstod, sie nehmen auch noch lebenswichtige UV-Strahlung auf! Über die Haut!</p>
<p>An sich eine gute Sache, sagen auch diejenigen, die gern mal ein gebräuntes Bein, ein tiefes Dekolletee, einen freien Rücken zu Gesicht bekommen. Da weiß man doch gleich, was man kriegt, erklären die Fans knapper Sommeroutfits.</p>
<p>Allerdings weiß man das.</p>
<p><strong>Die ganze Bandbreite menschlichen Daseins wird einem in all seinen Ausmaßen erst klar, wenn die Temperaturen die 30°-Marke sprengen.</strong> Empfindliche Gemüter wünschen sich dann 200 Jahre in der Zeit zurück, als es noch nicht ehrenrührig war, unrasierte Achseln sein Eigen zu nennen &#8211; wohl aber, sie in der Öffentlichkeit in ärmellosen Kleidern zu präsentieren.</p>
<p><strong>Das Gesetz von Angebot und Nachfrage sagt uns, dass die Nachfrage sinkt, wenn das Angebot übermäßig wird &#8211; was auch und gerade für die Optik gilt.</strong> Zwar lassen sich die biologischen Grundfunktionen der männlichen Gehirne nicht von Wirtschaftslehre beeindrucken &#8211; bestimmte Reaktionen sind nunmal unwillkürlich. Allerdings sinkt das Interesse durchaus &#8211; zum Beispiel daran, für mehr als nur die Erfüllung biologischer Grundfunktionen zur Verfügung zu stehen.</p>
<p>Man denke sich (für experimentierfreudige Gemüter ist die Nachahmung durchaus empfohlen) auf einen beliebigen FKK-Campingplatz im Süden. Nirgendwo ist Nacktheit unspannender, unauffälliger, unerotischer als da, wo es alle sind. Morgens auf dem Campingstuhl, Zeitung lesend: Nackt. Auf dem Weg zum Supermarkt: Nackt. Vor dem Regal mit den Cornflakes, Kaufentscheidungen erwägend: Nackt. Am Strand nackt, beim Zähneputzen nackt, beim abendlichen Glas Wein vor dem Wohnmobil nackt, nackt, nackt. Keiner guckt, keiner wundert sich, keiner ist irgendwie beeindruckt.</p>
<p><strong>Die sexuelle Komponente ist vollkommen ausgeschaltet.</strong></p>
<p>Und wie sieht es an der Männerfront aus?</p>
<p>Ganz genauso.</p>
<p>Nichts ist unerotischer als ein Auftritt der Chippendales oder einer beliebigen Vorstadt-Männerstripgruppe. Geölte Muskeltypen in knappen Tangas? Gähn, alles schon gesehen.</p>
<p><strong>Das Interesse an Körpern erwächst ja gerade auch daraus, dass wir nicht wissen, was uns erwartet.</strong> Dann gewinnt ein erhaschter Blick auf etwas, das eigentlich verborgen ist, erst an Wert.</p>
<p>Das kann ein hochrutschendes Shirt sein,  eine tiefsitzende Hose, die die Haarlinie zum Bauchnabel erkennen lässt, ein Stück einer Tätowierung an einer Stelle, die nicht jeder sieht – oder ein rutschender BH-Träger, ein Blick aufs Höschen beim Überschlagen der Beine, eine weißer Streifen nach dem Sonnenbaden … <strong>die Phantasie fängt da an, wo der Blick endet.</strong></p>
<p>Dies ist kein Plädoyer für Sack&amp;Asche, keine Aufforderung zum konsequenten Verhüllen, ganz sicher soll hier niemandem das Wort geredet werden, der gegen Freizügigkeit in jedweder Form ist.</p>
<p>Es geht viel mehr darum, sich bewusst zu machen, was man zeigt, wem man es zeigt, wie oft und warum. Ob es immer das Trägerlose, Bauchfreie, Ultraminikurze, Tiefstausgeschnittene sein muss. Oder ob man als Mann wirklich bei jeder sich bietenden Gelegenheit das T-Shirt abwerfen muss wie eine Echse.</p>
<p><strong>So wie sanfte Blässe die neue Bräune ist, wird vielleicht Angezogensein das neue Nackt.</strong></p>
<p>Dann steuern wir zwar nicht auf eine Renaissance der 50er Jahre zu, aber vielleicht auf eine Zeit, in der man öfter mal nicht verlegen zur Seite blicken muss, weil man all das, pardon, noch nie hatte sehen wollen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Esperame.</strong></span></p>


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		<title>Far Far Away &#8211; Oder: Reisende soll man nicht aufhalten</title>
		<link>http://www.annaprinzip.de/2009/04/far-far-away/</link>
		<comments>http://www.annaprinzip.de/2009/04/far-far-away/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 09:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
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		<description><![CDATA[I&#8217;ve seen the yellow lights go down the Mississippi The Grand Bahama Island stories carry on And though those alligator smiles stay in your memory for a while There still seems more to come Es gibt sie überall auf dieser Welt, in der eigenen Stadt, im eigenen Bekanntenkreis &#8211; vielleicht gehört man selbst zu ihnen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/bride-artikel.bmp" alt="" /></span></p>
<p><em>I&#8217;ve seen the yellow lights go down the Mississippi<br />
The Grand Bahama Island stories carry on<br />
And though those alligator smiles stay in your memory for a while<br />
There still seems more to come</em></p>
<p>Es gibt sie überall auf dieser Welt, in der eigenen Stadt, im eigenen Bekanntenkreis &#8211; vielleicht gehört man selbst zu ihnen: <strong>Menschen, die das Fernweh packt.</strong> Menschen, die kurz nach der Landung des Flugzeugs zurück in der Heimat schon wieder die nächste Reise planen. Schon wieder neue Ziele vor Augen haben, die es zu entdecken gilt. Natürlich mit vielen kleinen Zetteln im Gepäck, auf denen Telefonnummern, Emailadressen und Tipps für zukünftige Ziele notiert sind. <span id="more-652"></span></p>
<p>Zu Hause ist es schön, aber auf Reisen ist es am Schönsten? <strong>Reisen muss nicht schöner sein als die eigene Heimat, ist aber fast unerlässlich, um seinen Horizont zu erweitern, auf andere Kulturen zu treffen, diese zu erfahren und Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können. </strong>Andere Lebensarten und vor allem Lebenseinstellungen kann man zwar auch auf dem Bauwagenplatz in Köln-Ehrenfeld erleben, doch der Reiz des völlig Andersartigen bleibt hier aus.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Ich reise gern. Ich liebe reisen.</strong></span> Sei es für eine Zeit an einem anderen Ort dieser Welt zu leben und vollkommen in die fremde Kultur einzutauchen &#8211; Teil von ihr zu werden &#8211; oder nur für ein paar Wochen die Nase in den Wind zu stecken, neue Düfte zu erschnuppern, unbekannte Lebensgerichte zu probieren und mit einer Vielzahl von Kulturrezepten wieder nach Hause zurückzukehren. <strong>Ein Zuhause, das auf einmal ganz anders aussieht. Denn es wird durch andere Augen betrachten. Mit Augen des Reisenden.</strong> Mit Augen, die Geschichten erzählen können &#8211; von hilfsbereiten Fremden, von überraschenden Ereignissen, atemberaubenden Erfahrungen und vor allem neuen Sichtweisen. Auf sich selbst und auf die Umgebung.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>„Wir reisen nicht nur an andere Orte, sondern vor allem reisen wir in andere Verfassungen der eigenen Seele.&#8221;</strong></span><br />
Sagt ein Sprichwort. Klingt esoterisch. Ist aber wahr.</p>
<p><strong>Denn das Reisen belohnt einen nicht nur mit äußeren Erfahrungen, die fremde Länder und Menschen immer mit sich bringen, es belohnt einen vor allem mit den inneren Erfahrungen. </strong>Mit Erlebnissen, durch die man sich selbst anders betrachten kann. Von jeder Reise kehre ich mit ein bisschen mehr im Gepäck zurück &#8211; und ich meine jetzt keine Souvenirs, die einen im Alltag immer wieder auf kurze Gedankenausflüge schicken. Ich meine Gelassenheit, Umstände hinzunehmen, wie sie sind; eine Minute mehr Zeit für den Blick auf das, was man täglich sieht; die veränderte Wahrnehmung der Dinge, die eigentlich Routine sind oder die Offenheit, Fremde mit einzubeziehen.</p>
<p>Sicherlich sind die Erfahrungen, die ein All-Inclusive-Fünf-Sterne-Urlauber auf Mallorca macht andere, als die eines Backpackers, der auf dem Fahrrad durch Indien reist. Ich bevorzuge da wohl wenig überraschend die zweite Variante &#8211; <strong>denn es sind gerade die veränderten Umstände, die den Reisenden begleiten, die das Mehr ausmachen.</strong> Das Mehr, das man von einer Reise mitnimmt. Das mag in Variante 1 zwar mit der Breite des Bettes oder der  Auswahl am Abendbuffet gegeben sein, ist für mich aber eher unzureichend, die Reise in ein anderes Land auch als Reise in ein anderes Ich zu gestalten.<br />
Das Leben reduziert auf einen großen Rucksack, die Pläne reduziert auf die nächste Woche, das Schlafen mit und vor allem in den widrigsten Begleitumständen &#8211; all das sind Erfahrungen, die der Baggersee um die Ecke eben nicht bieten kann. Erfahrungen, die einem immer bleiben und die Grundlage einer Entwicklung sein können, die nur durch die veränderten Begleitumstände wach gekitzelt wurden.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Reisende soll man nicht aufhalten.</strong></span> Denn man nimmt ihnen sonst die Möglichkeit, ihren Weg zu gehen und das zu erleben, was der Wegrand für sie bereithält. Sei es ein Postkartenblick auf den Ozean oder ein neues Gefühl, das dieser in ihnen auslöst.</p>
<p>Mein Rucksack ist schon wieder gepackt und wartet darauf, geschultert zu werden. Für ein Land am anderen Ende der Welt. Mit Koalas, Kängurus und großen Gegensätzen. Was ich dort entdecken werde&#8230;, ihr werdet es sicherlich hier lesen. Als neuen Gedankengang, veränderte Sichtweise oder entdeckte Gefühle.</p>
<p><strong>Goodbye, Farewell &amp; Amen!</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;">The Bride</span></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/900332e007a747a7a9a7ea1a229b29f0" width="1" height="1" alt=""></p>


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		<title>♀ &#124; Was tun, wenn&#8217;s brennt? Die Wussyzwiebel und ihre Schichten.</title>
		<link>http://www.annaprinzip.de/2009/03/catcity-die-wussyzwiebel/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 14:39:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Where have all the good men gone. And where are all the gods? Where&#8217;s the street-wise Hercules´. To fight the rising odds? &#8220;Hey, mach dir nichts draus. Sei froh, dass es vorbei ist, bevor es angefangen hat. Stell dir mal vor, du hättest erst nach einigen Monaten Beziehung herausgefunden, wie der Gute wirklich tickt.&#8221; So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/bride-artikel.bmp" alt="" /></span></p>
<p><em>Where have all the good men gone. And where are all the gods?<br />
Where&#8217;s the street-wise Hercules´. To fight the rising odds?</em></p>
<p><strong><em>&#8220;Hey, mach dir nichts draus. Sei froh, dass es vorbei ist, bevor es angefangen hat. Stell dir mal vor, du hättest erst nach einigen Monaten Beziehung herausgefunden, wie der Gute wirklich tickt.&#8221;</em></strong><br />
So oder so ähnlich kennt jede den Satz, den man zu Aufmunterung der Freundin immer wieder rezitiert, das ganze mit bildhaften Beispielen untermalt und mit ihr zusammen immer wieder neue Visionen einer grauenhaften Zukunft  zeichnet &#8211; mit der <span style="color: #ff0000;"><strong>Wussyzwiebel </strong></span><em><span style="color: #ff0000;">(Wussy = Feigling, Weichei, aus den englischen Wörtern „wimp&#8221; und „pussy&#8221; entstanden)</span></em><br />
<strong>Die Wussyzwiebel ist männlich und macht sich die einzelnen Schichten, die ihr von Geburt an gegeben sind, geschickt zu Nutze</strong>. <span id="more-281"></span></p>
<p>Doch fangen wir am Anfang an. Wo man sie kennen gelernt hat, spielt im Prinzip keine Rolle. Aber man ist begeistert von ihr und sicherlich auch ein wenig verliebt. Verguckt hat man sich, in die Wussyzwiebel. Und schön redet man sich alles, das mit ihr im Zusammenhang steht: Aussehen, Charakter und Verhalten.</p>
<p>Er meldet sich nicht mehr? <span style="color: #808080;">Er hat sicherlich viel zu tun.</span><br />
Er lässt dich alles entscheiden? <span style="color: #808080;">Das ändert sich sicherlich bald.</span><br />
Er sagt bei Datevorschlägen von dir zwar zu, aber zeigt keine Initiative. <span style="color: #808080;">Naja, wenn er nicht an mir interessiert wäre, würde er sich ja nicht mit mir treffen, oder?</span></p>
<p>Während man begeistert durch diese rosa Welt lustwandelt und die positiven Seiten hervorhebt &#8211; <span style="color: #808080;">er ist eben eine Herausforderung, der Sex war doch einfach so schön, man kann stundenlang mit ihm quatschen, er ist so lustig&#8230; </span>- schält sich schon die erste Schicht der Zwiebel ab. <strong>Das Wussy der Zwiebel liegt im Kern versteckt, nach außen hin durch zahlreiche Verteidigungsschichten abgeschottet. Je mehr Schichten freigelegt werden, desto verblichener wird das rosa bis es irgendwann wieder zu neutralem weiß geworden ist.</strong></p>
<p>Er mag noch so interessant, sexy, angenehm und einfach toll sein. Handelt es sich bei dem Liebsten deiner Wahl um eine Wussyzwiebel, entdeckst du erst nach dem Abschälen der einzelnen Schichten, was wirklich in dem Guten steckt&#8230; nämlich ein Wussy.<br />
Werte Herren, das mag jetzt hart klingen, aber so ist es. Und im Prinzip wisst ihr das auch.</p>
<p>Um eine Wussyzwiebel zu erkennen, sollte man sich nicht allzu schnell hinter der rosa Brille verstecken, wenn&#8217;s ab und an immer mal wieder brennt. <strong>Das Brennen ignorieren hat nur zur Folge, dass es &#8211; je länger die wie geartete Beziehung auch immer zu einer Wussyzwiebel andauert &#8211; noch mehr schmerzt.</strong> Denn das große Erwachen gehört beim Schälen jeder Wussyzwiebel dazu. <strong>Kurz und schmerzlos</strong> lautet auch hier wie so oft die Devise. Denn dann kann man der Freundin getrost glauben, dass sie Recht hat, wenn sie sagt <em>„Sei froh, dass du es jetzt schon weißt&#8221;.</em></p>
<p><strong>Die Wussyzwiebel zeichnet sich dadurch aus, erst begeisternd, dann schnell ernüchternd zu wirken. Rosa wird schnell zu weiß, indem die weibliche Initiative auf männliche Ignoranz stößt.</strong> Auch kommunikative Beteuerungen der Wussyzwiebel, man fühle sich so wohl mit dem Gegenüber, sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Initiative dieses Exemplars nicht kommen wird. Denn sie ist tief vergraben. Hinter Angst, Schüchternheit, Trägheit und nicht genug Interesse.<br />
<strong>So hart die Wahrheit auch klingt, verehrte Damen, wer an das Exemplar der Wussyzwiebel gerät, der sei geraten, möglichst schnell weiter zu ziehen. </strong>Auch wenn es schmerzt. Denn brennen wird es immer &#8211; auch, wenn man meint, sich mit den besten Hausmittelchen noch so gut davor schützen zu können. Das Erwachen, wenn man zum Kern der Zwiebel vorgedrungen ist, bringt man also lieber in den ersten Phasen des Kennenlernens hinter sich. Und nicht erst nach einer langen Beziehung, in der man sich immer wieder vorgaukelt, die Zwiebel sei doch eine starke Kartoffel, ein dicke Möhre oder eine saftige Aubergine. Sie ist es nicht.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Wussyzwiebel bleibt Wussyzwiebel &#8211; mit Schichten und vor allem ohne.</strong></span></p>
<p><em>I need a hero. I&#8217;m holding out for at hero &#8217;till the end of the night<br />
He&#8217;s gotta be strong. And he&#8217;s gotta be fast. And he&#8217;s gotta be fresh from the fight.</em></p>
<p><span style="color: #ff0000;">The Bride</span></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/debced14dee84c82aa78a13e0ae18835" width="1" height="1" alt=""></p>


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		</item>
		<item>
		<title>♂ &#124; Lieblingssätze II. Sie sagt: &#8220;Ich brauche Zeit.&#8221;</title>
		<link>http://www.annaprinzip.de/2009/02/dogtown-lieblingssaetze-teil-zwei/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 10:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Duuu &#8230; das ist total schön mit dir, aber es geht mir alles irgendwie zu schnell. Ich brauche Zeit &#8230; ich melde mich bei dir, okay?&#8221;, sagt sie. Dann folgen ein paar Belanglosigkeiten und ihr legt auf. Hm, denkst du dir. Dann lass ich ihr mal ein bisschen Zeit, ist ja logisch, dass sie sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/esperame-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></span></p>
<p><em>„Duuu &#8230; das ist total schön mit dir, aber es geht mir alles irgendwie zu schnell. Ich brauche Zeit &#8230; ich melde mich bei dir, okay?&#8221;</em>, sagt sie. Dann folgen ein paar Belanglosigkeiten und ihr legt auf.<br />
<strong>Hm, denkst du dir. Dann lass ich ihr mal ein bisschen Zeit, ist ja logisch, dass sie sich erstmal über ihre Gefühle klar werden will, wir kennen uns ja auch noch nicht lang. Eigentlich blöd, dass sie jetzt nicht voll verknallt ist, aber da kann man wohl nichts machen &#8230;</strong></p>
<p>Kann man nicht?<br />
Tatsache. Kann man nicht.</p>
<p>Die Frage ist nur, warum.<span id="more-488"></span></p>
<p>Das <em>„Es geht mir zu schnell, ich brauche Zeit&#8221;</em> ist nicht dasselbe wie<em> <a href="http://www.annaprinzip.de/2008/12/dogtown-lieblingssaetze-teil-eins/">„Ich weiß nicht, was ich will&#8221;</a></em>, aber auch kein<em> „Lass es uns langsam angehen.&#8221; </em>Während letzteres schon ein eindeutiges Zugeständnis ist &#8211; offiziell befindet ihr euch nicht mehr im Vor-Beziehungsstatus &#8211; ist ersteres eine eindeutige Ausflucht.</p>
<p>Du stellst dir jetzt vielleicht vor, dass sie zuhause sitzt und ein paar Stunden kräftig nachdenkt. Vielleicht macht sie sich auch eine Liste mit den Pro und Contras eurer Konstellation. Vielleicht wacht sie morgen auf und weiß, dass du es bist und ruft an und ihr lebt <em>happily ever after</em>.<br />
<strong>Aber hast du dich schonmal gefragt, warum das nie passiert, nachdem du gehört hast <em>„ich brauche noch etwas Zeit&#8221;</em>?</strong></p>
<p>Weil Frauen nicht so rational vorgehen. Das Für und Wider wird nicht schriftlich fixiert (außer ihre beste Freundin lebt in Australien und ist nur per Mail zu erreichen), viel eher wird es unter Freundinnen durchgesprochen. Noch wahrscheinlicher ist, dass es bereits besprochen wurde &#8230; und deine Chancen dabei allenfalls in den neutralen Bereich gefallen sind.</p>
<p><strong>Frauen haben dieses diffuse Gefühl, dass es das nicht ist. </strong>Vielleicht fühlt sie sich durchaus von dir angezogen, Knutschen war ganz gut, ihr habt Spaß, es ist alles ganz nett. Aber es ist eben auch nicht mehr. <strong>Das Kribbeln fehlt, dieser Funken, der einem die Nächte schlaflos werden lässt und die Tage wie im Traum vergehen. Stattdessen sagt ihr der Verstand, dass du keine schlechte Partie bist.</strong> Du siehst gut aus, hast viele Freunde, einen coolen Job oder diesen total niedlichen Hund. Die Idee, deine Freundin zu sein, gefällt ihr. Aber ihr Herz ist nicht involviert. Also macht sie das naheliegende: Sie wartet ab.</p>
<p><em>„Ich brauche Zeit&#8221; &#8211; das heißt, ich muss mal schauen, ob du mir vielleicht fehlst, wenn ich dich nicht sehe. Mal sehen, ob ich wegen dir nicht schlafen kann, wenn ich nicht weiß, was aus uns wird. Oder ob ich dich einfach vergesse und stattdessen von meinem doofen (aber verdammt heißen) Exfreund träume. </em></p>
<p>Aber wie konnte es überhaupt so weit kommen?</p>
<p>Wie schon zuvor, kann es auch hier daran liegen, dass beide &#8211; also auch du &#8211; nicht vollkommen involviert sind. Vielleicht findest du sie selber nicht so wahnsinnig spannend, und sie merkt das. Vielleicht war sie gerade anderweitig involviert, und du warst die willkommene Abwechslung. Vielleicht stimmte die körperliche Anziehung, aber ihr hattet euch einfach nicht genug zu sagen. Vielleicht von allem ein bisschen, aber eins ist klar: <strong>Wenn der Satz einmal gefallen ist, gibt es fast nichts, was dich jetzt noch retten kann.</strong></p>
<p>Vorausgesetzt natürlich, du willst das überhaupt.</p>
<p><strong>Die einzige Möglichkeit, sich aus der Zeitfalle zu retten, ist sie zu ignorieren. </strong>Das ist ein Spiel auf Risiko &#8211; denn ist sie tatsächlich nicht begeistert genug von dir, war also ihr Satz eher ein freundlicher Korb auf Raten, dann reitest du dich durch Vehemenz nur noch mehr ins Verderben. Sprich: Sie wird genervt reagieren und deine Aktien werden verkauft.<br />
Sollte sie aber nur leichte Zweifel haben und neutral bis positiv gestimmt sein, wird deine Persistenz deine Aktien steigen lassen. Wie schon im letzten Teil gesagt, macht es dich attraktiv, wenn du weißt, was du willst und wie du es bekommst.</p>
<p><strong>Was du in keinem Fall tun solltest, ist ihr diese Zeit zu geben. Sie wird sie nutzen.<br />
Um dich zu vergessen.<br />
</strong></p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Esperame.</span></strong></p>


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		<title>♂ &#124; &#8220;Er sollte Humor haben&#8221; &#8211; Das Hahaha und der Sex.</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2009 11:11:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Da steigt die Stimmung wie ein Luftballon Ja Freunde, Lachen ist gesund &#8230; &#8221; (Bugs Bunny Show) Neulich bei Tchibo. Während ich das Sortiment aus aufblasbaren Kopfkissen und gepolsterten BHs bewundere, wiehert es laut neben mir. Dann gackert es. Dann schreit es förmlich. Ja, es wird gelacht, und fragt nicht wie. Ich drehe mich um [...]]]></description>
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<p><em>&#8220;Da steigt die Stimmung wie ein Luftballon<br />
Ja Freunde, Lachen ist gesund &#8230; &#8221;<br />
(Bugs Bunny Show)</em></p>
<p>Neulich bei Tchibo. Während ich das Sortiment aus aufblasbaren Kopfkissen und gepolsterten BHs bewundere, wiehert es laut neben mir. Dann gackert es. Dann schreit es förmlich. Ja, es wird gelacht, und fragt nicht wie. Ich drehe mich um zu der Quelle dieser unsäglichen Heiterkeit.<span id="more-524"></span><br />
Ein Junge und ein Mädchen Mitte 20, keine besonderen Kennzeichen. Jetzt nehmen sie sich das nächste Teil vor, ein Superduschkopf, und schon geht es wieder los, er sagt etwas, sie schüttet sich förmlich aus vor Lachen &#8230;<br />
Na, so lustig ist der Duschkopf jetzt auch nicht, denke ich. Und dann fällt mir auf: Die beiden sind noch kein Paar, sie werden gerade erst eins. <strong>Und im nächsten Moment ist klar &#8211; die Lady will Sex. Und zwar am besten direkt nach dem Einkauf. </strong>Nur er scheint, wenn ich ihn mir so betrachte, davon keine Ahnung zu haben. Eher ein wenig verunsichert wirkt er, ob ihrer guten Laune.</p>
<p>In Kontaktanzeigen und Singleportalen steht er ganz oben, der männliche Humor. &#8220;Er sollte Humor haben&#8221; ist fast so wichtig wie Treue, Ehrlichkeit oder die berüchtigten beiden Beine im Leben.<br />
<strong>Dabei stimmt die Rechnung &#8220;Bring sie zum Lachen und sie will mit dir ins Bett&#8221; natürlich so nicht. Ungekehrt wird aber durchaus ein Schuh draus: Wenn sie mit dir lacht, ist sie nicht abgeneigt noch mehr zu tun.</strong></p>
<p>Männer reagieren schnell verunsichert auf weibliches Lachen.<br />
<em>Meint sie das jetzt ernst?<br />
Lacht sie über mich?<br />
So lustig war das doch gar nicht?<br />
Ist sie so ein Kichermädchen?<br />
Muss sie immer so wiehern beim Lachen?</em></p>
<p>Wer lacht, lässt los.<br />
Lachen verbindet, Lachen macht gute Laune, Lachen ist gesund, sagt man.</p>
<p>Sie lacht, ihr Kopf wird rot, sie fühlt sich leicht, fast high, und später ein bisschen müde und ausgelaugt.<strong> Weil ausgiebiges Lachen sich wie ein Orgasmus anfühlt.</strong> Stärkere Durchblutung, krampfartiges, unwillkürliches Anspannen des Zwerchfells, ein Moment des Loslassens, des Kontrollverlusts &#8230; ihre Frisur ist leicht derangiert, ihre Augen glasig &#8230; wenn sie mit euch lacht, habt ihr schon halb gewonnen.</p>
<p>Wer zusammen lacht, hat bereits etwas gemeinsam. Mehr als jedes tiefgründige Gespräch kann eine geschickt genutzte witzige Situation das Gefühl verstärken, eine Einheit zu sein. <strong>An gemeinsames Lachen erinnern wir uns ebenso gerne wie an eine romantische Situation &#8211; einfach, weil es sich so gut anfühlt.</strong></p>
<p>Dann reicht ein bisschen Witze erzählen also schon aus?<br />
Ganz so einfach ist es dann doch nicht.<br />
Aber fast!</p>
<p>Wenn eine Frau richtig mit euch lacht, aus vollem Herzen &#8230; dann ist das ein deutliches Anzeichen für ihr Interesse. <strong>Und zwar durchaus auch ihr sexuelles Interesse.</strong> Wie immer gilt es dann, zeitnah einen Schritt weiter zu gehen &#8230; denn auch die schönste Lachentspannung hält nicht ewig, und hat man sich erst einmal erholt, kann man durchaus auch schnell wieder zu ernsten Themen zurückkehren &#8230; und weg ist er, der magische Lachmoment.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Esperame.</strong></span></p>


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		<title>Knapp vorbei ist auch daneben. Warum wir uns einfach nicht verstehen.</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 15:07:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Er: &#8220;Du kannst das blaue mit den Schößchen anziehen oder das grüne mit dem spitzen Ausschnitt oder das, was du anhast.&#8221; Sie: &#8220;Aha, es ist dir also völlig Wurst, was ich anhabe.&#8221; Er: &#8220;Dann nimm das grüne, das wunderhübsche grüne mit dem spitzen Ausschnitt.&#8221; Sie: &#8220;Erst soll ich das hier anbehalten, dann soll ich das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/esperame-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>Er: &#8220;Du kannst das blaue mit den Schößchen anziehen oder das grüne mit dem spitzen Ausschnitt oder das, was du anhast.&#8221;<br />
Sie: &#8220;Aha, es ist dir also völlig Wurst, was ich anhabe.&#8221;<br />
Er: &#8220;Dann nimm das grüne, das wunderhübsche grüne mit dem spitzen Ausschnitt.&#8221;<br />
Sie: &#8220;Erst soll ich das hier anbehalten, dann soll ich das blaue anziehen und jetzt auf einmal das grüne?&#8221;<br />
Er: &#8220;Liebling du kannst doch&#8230;&#8221;<br />
Sie: &#8220;Ich kann mit dir über Atommüll reden, über Ölkrise, Wahlkampf und Umweltverschmutzung, aber über nichts Wichtiges!&#8221;<br />
</em>(Loriot)</span></p>
<p>Männer vom Mars, Frauen von der Venus, Männer sachlich, Frauen emotional, Männer dies, Frauen jenes. Wie man es dreht und wendet, seit Jahrhunderten (oder eher, seit Männer Frauen Meinungen zugestehen) wird darüber philosophiert, ob wir uns verstehen &#8211; und ob wir uns überhaupt verstehen können.<span id="more-494"></span></p>
<p>Jede Frau hat schon mal den Satz gesagt: <em>&#8220;Du verstehst mich überhaupt nicht!&#8221;</em><br />
Und es so gemeint. Sich nicht ernst genommen, vollkommen unverstanden, ja ungeliebt gefühlt. Weil für Frauen verstehen und fühlen eng verknüpft sind. Weil für Frauen der Sachgehalt einer Aussage nur einen geringen Teil der Kommunikation ausmacht. <strong>Neben dem, was tatsächlich gesagt wird, spielt das, was nicht gesagt wird, und das was gemeint wird, eine ebenso große Rolle.</strong><br />
Während Männer gern das Gesagte als eigenständige Instanz werten.</p>
<p>Jeder Mann hat schon mal den Satz gesagt: <em>&#8220;Aber sie hat doch gesagt, dass es ihr nichts ausmacht!&#8221;</em><br />
Und es so gemeint. Sich nicht ernst genommen, unverstanden, ja ungeliebt gefühlt. Weil er ihre Aussage für bare Münze genommen hat, den Sachgehalt analysiert und sich danach gerichtet hat. <strong>Das etwaige Gefühl, sie könnte durch Tonfall, Mimik, Reaktion oder vorangegangene Ereignisse etwas anderes gemeint oder ungesagt gelassen haben, geschickt ignoriert. </strong>Weil für Männer Denken und Fühlen zwei völlig unterschiedliche paar Schuhe sind.</p>
<p>Es gibt eine schöne Theorie, nach der der sachliche Teil der Aussage 20 Prozent ihres Gehalts ausmacht, der emotionale Teil dagegen 80 Prozent. Man nennt es auch das &#8220;Eisberg-Kommunikationsmodell&#8221;. <strong>Das bedeutet, dass hinter jedem gesagten Satz noch vier mal so viel an Aussage steckt.</strong> Das ist erschreckend oder beruhigend, je nach Blickwinkel.</p>
<p>Frauen nutzen diesen Vorteil gelegentlich, um Minenfelder zu legen. Der gesagte Satz ist die Attrappe, die den Empfänger der Botschaft ins Verderben lockt. Egal, in welche Richtung er sich von hier aus bewegt, er kann nur auf einer der Minen in den ungesagten 80 Prozent explodieren. <strong>Und am Ende weiß er nicht mal, woran er grade krepiert ist.<br />
</strong>Weil uns diese Art der tödlichen Falle als Frauen aber quasi in die Wiege gelegt wurde, fühlen wir uns auch noch vollkommen im Recht, den anderen brutal exekutiert zu haben. Er hätte es schließlich wissen können. Er hätte ja nur mal zuhören und verstehen brauchen. Und überhaupt.</p>
<p>Dass das ungerecht und tödliche Kommunikation nicht zielführend ist, wird uns dabei selten bewusst. Hinterher wird sich dann beklagt: <em>&#8220;Ich finde nie den Richtigen! Männer sind einfach unheimlich doof und unsensibel!&#8221;</em></p>
<p>Dabei hat das 80 prozentige Minenfeld seinen Ursprung meist gar nicht im aktuellen Gespräch oder der Sachlage, sondern irgendwo anders, bei grundsätzlichen Problemen, die unausgesprochen geblieben sind.<strong> Der emotionale Gesprächsgehalt speist sich ja gerade aus Dingen, die gefühlt werden, die schon passiert sind oder vielleicht nie passieren werden.</strong> Und deshalb ist es auch nahezu sinnlos, einen Ausweg aus dieser Kommunikationsmisere zu suchen, der nicht auch die grundsätzliche Beziehung bzw. deren Problematik miteinbezieht. Denn wo keine grundlegende Unzufriedenheit herrscht muss auch kein Minenfeld gelegt werden.</p>
<p>Frauen legen den Gesprächsfokus auf die Emotionsebene, Männer auf die Sachebene. Wenn beide das wissen, und beide die Bereitschaft mitbringen, auf den anderen ein kleines bisschen zuzugehen und ihm Verständnis entgegenzubringen &#8230; <strong>dann geht die Kommunikation zwar vielleicht immer noch knapp vorbei, aber eben nicht mehr daneben.</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Esperame.</strong></span></p>


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		<title>♀ &#124; Weibliches Game &#8211; The Winner takes it all? Born to lose!</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 11:04:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Theres no fight you can&#8217;t fight. This battle of love with me You win again. So little time. We do nothing but compete Und recht haben sie, die Bee Gees. So litte time. We do nothing but compete. Und das vor allem im Dating Game. Und das vor allem wir selbstbewussten Frauen, die den Männern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/bride-artikel.bmp" alt="" /></p>
<p><em>Theres no fight you can&#8217;t fight. This battle of love with me<br />
You win again. So little time. We do nothing but compete</em></p>
<p>Und recht haben sie, die Bee Gees. <span style="color: #ff0000;"><em>So litte time. We do nothing but compete.</em> </span> Und das vor allem im Dating Game. Und das vor allem wir selbstbewussten Frauen, die den Männern gerne zeigen, was geht und was nicht. Wir schlagen gerne zurück, wenn sie uns mal mehr oder weniger kunstvoll necken. Wir gewinnen gerne den Battle of the Words, das Gerangel um das letzte Wort und den Kampf des Initial-Anrufes nach dem ersten Date.<span id="more-420"></span></p>
<p>Und dabei testen wir natürlich auch gerne mal. Liebevoll. Ohne Shit. Wir werfen uns Bälle zu.</p>
<p>Wir haben Frame. Wir spielen mit ihm. Wir lassen mit ihm spielen. Wir tauschen Schuhe mit unserem Flirt, damit er die Chance, die wir ihm bieten, nutzen kann. Damit er sein Bein über unseres legt, damit wir Fotos von den vertauschten Schuhen machen können.<br />
<strong>Wir attackieren ihn liebevoll, damit er die Möglichkeit bekommt, uns aus dem Frame zu hauen, damit wir das Gefühl erleben dürfen, sprachlos zu sein.</strong> Wir unterbrechen das Gespräch und schauen ihm in die Augen, damit er die Möglichkeit bekommt, uns zu küssen.</p>
<p><strong>Denn wenn wir in uns gehen und darüber nachdenken, dann ist verlieren so viel schöner als gewinnen. Wir verlieren gerne!</strong></p>
<p>Es macht keinen Spaß, immer nur zu gewinnen. <strong>Wenn wir die kleinen Kämpfe im Dating Game gewinnen, verlieren wir die große Schlacht am Ende</strong> &#8211; und nur dieser finale Zweikampf überlässt uns Frauen den Preis, den wir fürs Verlieren erhalten:</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ein Mann, der uns führen kann.<br />
Ein Mann, der das letzte Wort haben kann.<br />
Ein Mann, der uns halten kann.<br />
Und vor allem ein Mann, bei dem wir Frau sein können.</span></p>
<p>Es ist nicht immer einfach, die Zügel aus der Hand zu geben, beim Spiel nicht bis zum bitteren Ende auf Sieg zu setzen und mit Stolz und Durchsetzungskraft mal ein wenig zu spielen.</p>
<p><strong>Born to lose</strong> &#8211; Wir fahren uns durch die Haare, wir lächeln, wir kichern vielleicht sogar, wenn uns danach ist, und wir schauen bei einem Blickkontakt nach unten weg&#8230; Ja, wir verlieren gerne. Natürlich macht es auch Spaß, das Gegenüber in den Boden zu stieren, den Augenkontakt-Battle zu gewinnen.<br />
Aber wollen wir das? Wollen wir wirklich gewinnen? Ich möchte das nicht mehr. Ich verliere gerne, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Gewinner nicht immer alles kriegt, sondern es gerade beim Spiel mit den Männern vom Vorteil sein kann, als Frau „zu verlieren&#8221;. Ich kann gewinnen, das weiß ich.</p>
<p><strong>Aber weibliches Game setzt genau hier an. Wir entscheiden uns bewusst dazu, dem Mann die Führung zu überlassen. Wir entscheiden uns bewusst dazu wegzuschauen und erlauben uns dafür, in uns hinein zu lächeln.</strong></p>
<p><em>Oh baby I shake you from now on.<br />
I&#8217;m gonna break down your defenses. One by one.<br />
I&#8217;m gonna hit you from all sides. Lay your fortress open wide</em>.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">The Bride</span></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/aff378d1f6094a8aac58f22d78f85ad9" width="1" height="1" alt=""></p>


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